Corona-Pandemie: Notfallregelungen für Dialyse-Versorgung festgelegt

Befristet bis zum 30. Juni werden für Dialyse-Einrichtungen Vorgaben gelockert, sodass sie zum Beispiel bei krankheitsbedingten Ausfällen des Personals oder Quarantäne flexibel handeln können. Ziel ist es, die Versorgung von Dialyse-Patienten nicht zu gefährden

Update 24.06.2020: Diese Sonderregelung wurde bis zum 30. September verlängert.

Um die Dialyse-Versorgung sicherzustellen, können Dialyse-Einrichtungen flexibel auf bestimmte Notsituationen reagieren – darauf haben sich KBV und GKV-Spitzenverband geeinigt. So können beispielsweise Praxen unkompliziert Patienten anderer Praxen übernehmen, wenn Dialyse-Ärzte krankheitsbedingt ausfallen oder ganze Einrichtungen aus Gründen des Infektionsschutzes nicht in dem gewohnten Umfang weiterarbeiten können.
Eine andere Notfallsituation bestünde, wenn sich Dialyse-Patienten mit dem Virus infiziert haben. In diesem Fall könnten einige Dialysepraxen ausschließlich Patienten versorgen, die sich mit dem Virus angesteckt haben. Durch diese Trennung kann das Infektionsrisiko für alle anderen Dialyse-Patienten verringert werden.
Wenn Dialysepraxen in Notsituationen von den Dialyse-Vorgaben abweichen, müssen Sie ihre Kassenärztlichen Vereinigung darüber informieren.

Abrechnung

Zudem wurden die Zuschlagsziffern für Infektionsdialysen an die Coronavirus-Situation angepasst. Folgende Kostenpauschalen sind bis zum 30. Juni auch bei Quarantäne-Patienten und bei Kontaktpersonen der Kategorie I des Robert Koch-Institutes berechnungsfähig:

  • GOP 40835: Zuschlag zu der Kostenpauschale 40816, 40823 oder 40825 für die Infektionsdialyse und
  • GOP 40836: Zuschlag zu der Kostenpauschale 40815, 40817, 40818, 40819, 40824, 40826 bis 40828 für die Infektionsdialyse

Weitere Informationen in der Praxisnachricht der KBV.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 26.03.2020

button_drucken
Copyright © Kassenärztliche Vereinigung Berlin