Vorübergehend keine Vorabgenehmigung im apothekenpflichtigen Sprechstundenbedarf

Das Vorabgenehmigungsverfahren für den apothekenpflichtigen Sprechstundenbedarf (SSB) wird vom 23. März bis zum 19. April 2020 ausgesetzt. Hintergrund sind die außergewöhnlichen Belastungen im vertragsärztlichen Arbeitsalltag, verursacht durch die Corona-Epidemie.

Auf die vorübergehende Aussetzung des Vorabgenehmigungsverfahren hat sich der Vorstand der KV Berlin mit den Berliner Krankenkassenverbänden und der AOK Nordost verständigt. Der Berliner Apothekerverein ist über die vorübergehend geänderte Vorgehensweise informiert. Konkret bedeutet das für Praxen: Die weißen Anforderungsscheine für den apothekenpflichtigen Sprechstundenbedarf müssen nicht mehr zur Vorabgenehmigung an die AOK Nordost geschickt werden, sondern können ab Montag, den 23. März, direkt in der Apotheke Ihrer Wahl zur Belieferung abgegeben werden.

Bitte beachten: Die Regelungen der Sprechstundenbedarfsvereinbarung, wie zum Beispiel die Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebots und die Bestimmungen, was als SSB verordnungsfähig ist, gelten nach wie vor. Die Anforderungen des apothekenpflichtigen Sprechstundenbedarfs, die bereits an die AOK Nordost gesendet wurden, aber dort noch nicht verarbeitet werden konnten, werden Ihnen per Post zurückgesendet und können dann nach demselben Verfahren direkt in die Apotheke Ihrer Wahl geschickt werden.

Im Bereich des nicht-apothekenpflichtigen SSB soll die bisherige Bearbeitung der entsprechenden (rosa) Anforderungsscheine durch die AOK Nordost wie bisher aufrecht erhalten bleiben. Hier gilt weiterhin uneingeschränkt das vereinbarte Vorabgenehmigungsverfahren.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 19.03.2020

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