Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung: Ab 1. März 2020 Übergangslösung zur Nutzung von Muster 39

Über Muster 39 veranlassen Gynäkologen die Zytologie und den HPV-Test im Primärscreening und in der Abklärungsdiagnostik. Bisher beschränkt sich das Formular allerdings nur auf die Veranlassung des Primärscreenings - Leistungen zur Abklärungsdiagnostik auffälliger Befunde konnten darin nicht erfasst werden. Mit einer Übergangslösung ist das seit dem 1. März 2020 mithilfe bundeseinheitlicher Codes möglich.

KBV und GKV-Spitzenverband haben eine Übergangsregelung beschlossen, nach der die erforderlichen Informationen, die für die differenzierte (Teil-)Beauftragung von Primärscreening oder Abklärung mit Codes nötig sind, im Muster 39 abgebildet werden. Hierzu wurden in den Vordruckerläuterungen der Anlage 2 des Bundesmantelvertrags für Ärzte bundeseinheitliche Codes vereinbart, die in der ersten Zeile des Freitextfeldes „Gyn. Diagnose“ eingetragen werden können. Die Übergangsregelung trat zum 1. März 2020 in Kraft.

Bundeseinheitliche Codes

P-HPV nur HPV-Test im Primärscreening
P-Zyto nur zytologische Untersuchung im Primärscreening
P-KoTest Ko-Test im Primärscreening
A-HPV nur HPV-Test in der Abklärung
A-Zyto nur zytologische Untersuchung in der Abklärung
A-KoTest Ko-Test in der Abklärung

Perspektivisch weitere Anpassungen geplant

Das Muster 39 wurde mit dem organisierten Programm zur Früherkennung von Zervixkarzinomen zum 1. Januar 2020 neu gefasst. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung wird weiterhin die Erfahrungen aus der Nutzung des neuen Musters 39 auswerten und in Abstimmung mit den Berufsverbänden das Muster 39 gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband erneut überarbeiten und an die Bedarfe anpassen. Eine überarbeitete Fassung soll voraussichtlich im Laufe des Jahres 2021 in Kraft treten.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 03.03.2020

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