Anspruch auf Zweitmeinung auch bei Schulterarthroskopie

Bei einem arthroskopischen Eingriff am Schultergelenk können gesetzlich Versicherte künftig eine ärztliche Zweitmeinung in Anspruch nehmen. Damit Ärztinnen und Ärzte diese Leistung abrechnen können, müssen sie vorab eine Genehmigung bei der KV Berlin beantragen.

Nach den Operationen an den Rachenmandeln und der Gebärmutterentfernung ist die Schulterarthroskopie das nunmehr dritte Verfahren, bei dem ein Anspruch auf eine Zweitmeinung gemäß § 27b Absatz 2 SGB V besteht. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat eine entsprechende Ergänzung der Zweitmeinungs-Richtlinie Ende letzten Jahres beschlossen.

Wird die Indikation für einen dieser planbaren Eingriffe gestellt, sind Ärzte verpflichtet, Patienten über ihren Rechtsanspruch auf eine Zweitmeinung zu informieren. Die Genehmigung, Zweitmeinungen zu planbaren Schulterarthroskopien zu erteilen und als ärztliche Leistung abzurechnen, können Ärztinnen und Ärzte folgender Fachgruppen beantragen:

  • Orthopädie und Unfallchirurgie (eingeschlossen sind auch Fachärzte nach älterem Weiterbildungsrecht: Chirurgen mit Schwerpunkt Unfallchirurgie, Orthopäden)
  • Physikalische und Rehabilitative Medizin

Die Zeitmeinung wird bis Ende 2021 extrabudgetär vergütet. In Kürze stehen der Antrag auf Abrechnungsgenehmigung und weitere Informationen in aktualisierter Fassung auf der Infoseite zur QS-Leistung bereit.

Die geänderte Zweitmeinungs-Richtlinie tritt nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 18.02.2020

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