Klarstellung zur geänderten Onkologie-Vereinbarung

Nach Anpassung der Onkologie-Vereinbarung zum 1. Januar gab es gehäuft Rückfragen zur Definition der medikamentösen Tumortherapie und zur Berechnungsfähigkeit der Kostenpauschalen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat eine Klarstellung vorgenommen.

In der seit dem 1. Januar 2020 gültigen Onkologie-Vereinbarung wurde der Begriff „zytostatische Tumortherapie“ durch „medikamentöse Tumortherapie“ ersetzt und definiert. Hierzu sei angemerkt, dass diese Änderung allein auf einer Anpassung an den aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft und Technik beruht: Gemäß der vorherigen Fassung der Onkologie-Vereinbarung waren neuere Medikamente neben den unspezifisch zytostatisch wirksamen Medikamenten noch kein Bestandteil der Tumortherapie. Mit der Änderung der Definition wurden diese nun eingeschlossen.

Keine Änderungen für Kostenpauschalen 86510 und 86512

Die neue Definition legt auch fest, dass die medikamentöse Tumortherapie keine Therapien mit ausschließlich hormonell bzw. antihormonell wirksamen Medikamenten umfasst. Das gilt nur für die Kostenpauschalen, die den Begriff „medikamentöse Tumortherapie“ enthalten (86514, 86516, 86520). Die Kostenpauschalen 86510 und 86512 enthalten den Begriff nicht. Das heißt, sofern es sich nicht um eine Behandlung im Rahmen einer Nachsorge handelt, können mit diesen Kostenpauschalen auch Therapien mit ausschließlich hormonell bzw. antihormonell wirksamen Medikamenten abgerechnet werden.

Ferner betont die KBV, dass sich durch die neue Definition keine inhaltlichen Änderungen bei den Kriterien für die Bestimmung der durchschnittlichen Patientenzahl je Arzt (§ 3 Abs. 4) ergeben haben.

Weitere Informationen zu den Änderungen in der Praxis-News vom 03.01.2020

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 18.02.2020

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