Rheuma schnell erkennen und gezielt behandeln: Rheuma-VOR

Seit 1. Februar 2020 beteiligen sich die KV Berlin und die Charité-Universitätsmedizin am Rheuma-VOR-Projekt. Niedergelassene Hausärztinnen und Hausärzte sowie Orthopäden, Rheumatologen und Dermatologen können an dem Projekt teilnehmen.

Das Ziel von Rheuma-VOR ist es, entzündlich-rheumatischer Erkrankungen, wie rheumatoide Arthritis, Psoriasis Arthritis und axiale Spondyloarthritis früh zu erkennen und die Qualität der Versorgung zu verbessern.

Eine Schlüsselposition nehmen in dem Projekt die sogenannten Primärversorger ein. Dazu zählen Hausärzte, Orthopäden sowie Dermatologen. Mithilfe eines Screeningbogens können sie mögliche Verdachtsdiagnosen der Erkrankungsbilder Rheumatoide Arthritis, Psoriasis Arthritis und Spondyloarthritis dokumentieren. Die Screeningbögen werden in der zuständigen Koordinationsstelle gesichtet, im Falle Berlins ist das die Charité-Universitätsmedizin. Bestätigt sich der Verdacht auf eine der Erkrankungen, wird der Patient schnellstmöglich an einen Facharzt weitervermittelt, der die Diagnose prüft. Wird eine rheumatische Erkrankung diagnostiziert, erhalten Rheumatologe und Patient Fragebögen zwecks weiterer Forschung. Die am Projekt teilnehmenden Leistungserbringer erhalten für ihren Dokumentationsaufwand eine Vergütung.

Teilnahmeberechtigte Fachgruppen

Teilnahmeberechtigt für Versorgungsebene I sind:

  • niedergelassene Hausärzte
  • niedergelassene Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Es ist keine gesonderte Teilnahmeerklärung notwendig.

Teilnahmeberechtigt für Versorgungsebene II sind:

  • Vertragsärzte für Innere Medizin/Internisten mit Schwerpunkt „Rheumatologie“
  • Vertragsärzte mit Schwerpunkt „Orthopädie“ für Frühdiagnostik der Spondylarthropathien
  • Vertragsärzte der hausärztlichen Versorgung, wenn diese eine Weiterbildung auf dem Gebiet der Rheumatologie gemäß der Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer (LÄK) nachweisen und außerdem nachweisen, dass sie im Jahr vor der Antragstellung mindestens 100 Versicherte mit rheumatoider Arthritis behandelt haben

Ärztinnen und Ärzte der Versorgungsebene II müssen ihre Teilnahme an Rheuma-Vor vorab mittels eines Antrags gegenüber der KV Berlin erklären.

Abrechnung und Vergütung

Informationen zur Abrechnung der durchgeführten Leistungen inklusive Symbolnummern (SNR) und Vergütungen sind dem Rundschreiben zur Vereinbarung (PDF, 74 KB [2 Seiten]) zu entnehmen.

Rheuma-VOR wird bereits in den Bundesländern Saarland, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz durchgeführt. Im Rahmen einer Änderungsvereinbarung wurde das Projekt zum 1. Februar auf Berlin ausgeweitet. Die Kooperation ist zunächst bis zum 31. Oktober 2020 befristet, eine Verlängerung wird durch die Projektbeteiligten beim DLR-Projektträger beantragt. Über eine Verlängerung der Vertragslaufzeit wird zum gegebenen Zeitpunkt gesondert informiert.

Weitere Informationen:

Vertragsseite der KV Berlin

QS-Seite der KV Berlin

Website des Projekts

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 03.02.2020

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