Verzögerung bei der Restzahlung und Vorläufigkeit der Honorare für bestimmte Leistungen im 3. Quartal 2019

Heute hat die KV Berlin die Überweisung der Restzahlung für das 3. Quartal 2019 auf die Konten der Praxen veranlasst. Wir sind damit circa vier Tage später mit der Restzahlung, als im Vorjahresquartal. Wir bedauern diese Verzögerung, die vor allem unseren technischen Schwierigkeiten geschuldet ist, die Regelungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) im Rahmen der sachlich-rechnerischen Richtigstellung und Honorierung der damit verbundenen Leistungen termingerecht umzusetzen. Hier ist unser Ziel in den kommenden Quartalen die Prozesse weiter zu automatisieren, da wir leider derzeit viele Prüfungen und Regulierungen nur mit einem extrem hohen manuellen Aufwand bearbeiten können.

Deshalb sind leider in der Abrechnung auch Fehler entstanden, die aber – um die Auszahlungstermine an unsere Ärzte nicht weiter zu verzögern – im laufenden Abrechnungsprozess, nicht mehr korrigiert werden konnten.

Bitte beachten Sie deshalb, dass die Honorarunterlagen für das Quartal 2019-3 einen Vorbehalt enthalten werden. Hiernach wird das Honorar für die Vergütung der

  • Pathologische Leistungen des EBM-Kapitels 19 als Überweisungsfälle zur Durchführung von Probenuntersuchungen,
  • Leistungen nach der Gebührenordnungsposition 06225
  • Leistungen der Einrichtungen des KfH (Kuratorium für Heimdialyse)
  • Leistungen für Besuche durch Fachärzte nach den Gebührenordnungspositionen 01410, 01413 und 01415,
  • Leistungen für die Pauschale fachärztliche Grundvergütung,
  • Leistungen der hausärztlichen geriatrischen Versorgung nach dem Abschnitt 3.2.4 EBM sowie Leistungen der sozialpädiatrischen Versorgung nach dem Abschnitt 4.2.4 und
  • sonstigen psychotherapeutischen Leistungen der psychologischen Psychotherapeuten (AG 61), der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (AG 62), der Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (AG 63), sowie der ausschließlich psychotherapeutisch tätigen Ärzte (AG 64)

vorläufig sein und in einem Korrekturlauf für das Quartal 2019-3 neu festgesetzt.

Hintergrund: Im Rahmen der zum 1.9.2019 durch das TSVG neu in Kraft getreten extrabudgetären Vergütungen in der offenen Sprechstunde und bei Neupatienten, hat neben den Vergütungsregelungen in solchen Fallkonstellationen, auch die Bereinigung dieser Leistungen zu erfolgen. Leider wurden die Vergütungsanteile für die oben genannten Leistungen nicht um die Bereinigungsmengen, die aus der Abrechnung von Patienten aus der „offenen Sprechstunde“ oder der Abrechnung von Patienten als „Neupatienten“ entstanden sind, reduziert. Damit erfolgte die Quotierung der Leistungen aus diesen Vergütungsanteilen, zu einem rechnerisch zu hohen Punktwert. In einem der ersten Nachvergütungsläufe für das Quartal 2019-3 werden wir unter Anwendung der richtigen Punktwerte die Vergütung korrigieren und das Honorar nur bezogen auf die oben genannten Leistungen neu festsetzen. Wir gehen derzeit davon aus, dass diese Korrekturen zu Ende Februar/Anfang März abgeschlossen sein werden. Wir bitten die mit der Abrechnung des Quartals 2019-3 Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 22.01.2020

button_drucken
Copyright © Kassenärztliche Vereinigung Berlin