Wichtig: Akuttermine zur Vermittlung benötigt

Seit dem 1. Januar 2020 zählt auch die Vermittlung von Akutterminen bei ambulant tätigen (Fach)ärztinnen und -ärzten zum gesetzlichen Auftrag der Terminservicestelle (TSS). Für diese Termine besteht dringender Meldebedarf. Vergütet werden die Leistungen extrabudgetär sowie mit einem Zuschlag auf die Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale.

Gemeldet werden können die Terminangebote über das Onlineportal der KV Berlin, der Link zum eTerminservice ist unter weitere Anwendungen zu finden. Die Akuttermine werden durch die Leitstelle des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes/der Terminservicestelle innerhalb von 24 Stunden nach vorab erfolgtem medizinischen Ersteinschätzungsverfahren an Patientinnen und Patienten vergeben. Zu beachten ist, dass bei der Hinterlegung eines Akuttermins der minimale Buchungsabstand automatisch auf Null gesetzt wird. Durch die Kurzfristigkeit (buchbar innerhalb von 24 Stunden) ist somit bei erfolgter Buchung eine Vorabinformation per E-Mail eventuell nicht mehr möglich.

Bild Markierung Akuttermine im eTerminservice
Hinterlegung eines Akuttermins im eTerminservice

Erfolgreich vermittelte Akuttermine werden in der Praxisverwaltungssoftware als „TSS-Akutfall“ gekennzeichnet. Hierfür kann der GOP-Zuschlag A (50 Prozent Zuschlag auf die Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale) abgerechnet werden. Außerdem werden alle Leistungen im Arztgruppenfall und damit im gesamten Quartal extrabudgetär vergütet.

Die KV Berlin möchte vorsorglich darauf aufmerksam machen, dass durch Inkrafttreten des TSVG am 11. Mai 2019 die Meldung freier (Akut-)Termine verpflichtend ist (§75 Abs. 1a Satz 20 SGB V). Dies gilt ab dem 01.01.2020 auch für Akuttermine (§75 Abs. 1a Satz 3 Nr. 3 SGB V). Da der zu erwartende Terminbedarf für Akuttermine im Vorfeld schwer zu kalkulieren ist, wird vorerst davon abgesehen, eine verpflichtende Mindestanzahl festzulegen. Nach Auswertung des ersten Quartals kann – bei ausreichend hinterlegten Terminen – gegebenenfalls hiervon abgesehen werden.

Die KV Berlin dankt für die Unterstützung.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 22.01.2020

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