2020 wird QS-Leistung Arthroskopie wieder geprüft

Auf Grundlage der 2019 neu gefassten Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie Arthroskopie werden in diesem Jahr wieder Stichprobenprüfungen für diese QS-Leistung durchgeführt. Neu ist, dass seit dem 1. Januar alle Ärztinnen und Ärzte geprüft werden, die erstmals eine entsprechende Genehmigung beantragen und erhalten. Im Kalenderjahr 2020 werden zwei Prozent der Ärzte geprüft, die eine Genehmigung für die Arthroskopie besitzen oder beantragt haben. Ab 2021 werden es vier Prozent sein.

Grundlage der Prüfung sind weiterhin die fachgerechte Indikationsstellung, der OP-Bericht (schriftliche Dokumentation) und die während der arthroskopischen Operation erstellten Einzelbilder, das Video oder Teilsequenzen des Videos (bildliche Dokumentation). Viele Vorgaben an die Schrift- und Bilddokumentation haben sich dabei nur minimal geändert oder sind gleichgeblieben und können in allen Einzelheiten in der Praxisinformation der KBV nachgelesen werden.

Bei Neu-Genehmigungsinhabern wird die Stichprobe der jeweils zwölf angeforderten Patientendokumentationen aus Arthroskopien gezogen, die in den ersten zwölf Monaten nach Genehmigungserteilung erfolgt sind.

Datenschutz: Ablauf neu geregelt

Aufgrund geänderter gesetzlicher Datenschutzregelungen musste allerdings das Verfahren zur Pseudonymisierung von Patientendaten neu aufgesetzt werden. Die angeforderten Unterlagen werden nun von der KV Berlin auf Zuordnungsfähigkeit zu einer Patientin oder einem Patienten geprüft und pseudonymisiert, erst anschließend erfolgt die Weiterleitung an die Qualitätssicherungskommission. Diese erhält somit immer nur Unterlagen, die keine Rückschlüsse auf Patientenidentitäten zulassen, den Geprüften entsteht aber kein gesonderter Aufwand für die Sicherstellung des Datenschutzes.

Weitere Informationen (Infoseite zur QS-Leistung Arthroskopie von Knie- und Schultergelenken)

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 20.01.2020

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