Ab Februar keine Fax-Auskünfte mehr zu Versicherten durch Krankenkassen

Am 5. Februar 2020 endet die Übergangsfrist für eine Richtlinie des GKV-Spitzenverbandes zum Schutz von Sozialdaten. Mehrere Kassen informieren derzeit, dass dann keine Auskünfte zu Versicherten mehr "auf dem kurzen Dienstweg", also per Fax, erfolgen können. Das betrifft beispielsweise Mitgliedschaftsnachweise und Nachfragen zu Abrechnungsscheinen bzw. anderen Sozialdaten.

Die Richtlinie zu Maßnahmen zum Schutz von Sozialdaten der Versicherten vor unbefugter Kenntnisnahme (nach § 217f Abs. 4b SGB V) regelt die Anforderungen für die Kommunikation zwischen den Kassen und ihren Versicherten, dies hat jedoch auch Auswirkungen auf Praxisabläufe. Denn eine Übertragung von Daten per Fax kommt in der Richtlinie gar nicht mehr vor, Versicherten-Daten können grundsätzlich nur noch „persönlich, postalisch, telefonisch“ übermittelt werden.

Als sicher gilt eine postalische Übermittlung nur „sofern die Zustellung an eine Anschrift erfolgt, die zweifelsfrei dem Berechtigten persönlich zugeordnet und bei der von einer persönlichen Zustellung auszugehen ist.“ Eine Übermittlung von Daten per E-Mail ist laut Umsetzungsleitfaden nur noch zulässig, „sofern die Versendung verschlüsselt und an eine authentifizierte Adresse des Berechtigten erfolgt“ bzw. muss bei Daten mit „hohem Schutzniveau“ sogar eine „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“ vorhanden sein.

Generell gilt bei fehlendem Versicherungsnachweis das Verfahren, wie in Anlage 4a BMV-Ä, Anhang 1, beschrieben.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 15.01.2020

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