Neues Medikament Lynparza bei Krebstherapie einsetzbar

Für den Nachweis oder Ausschluss einer Mutation in der Keimbahn in den Brustkrebsgenen BRCA1 und BRCA2 vor der Verordnung des Arzneimittels Lynparza gibt es die neue Gebührenordnungsposition (GOP) 11601 im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM). Für den Wirkstoff Olaparib (Handelsname Lynparza) hatte der Gemeinsame Bundesausschuss einen Zusatznutzen festgestellt.

Die neue GOP 11601 ist aber nur berechnungsfähig, wenn die Indikationskriterien des hereditären Mamma- und Ovarialkarzinoms nach der GOP 11440 gemäß der Qualitätssicherungs-Vereinbarung Molekulargenetik nicht erfüllt sind. Sie deckt dann die Untersuchung auf Mutationen in den Brustkrebsgenen ab, mit der festgestellt wird, ob das Medikament Lynparza zur Krebstherapie bei der untersuchten Patientin geeignet ist. Die GOP bezieht sich nur auf die Untersuchung in der Keimbahn, wird eine Mutation im Tumorgewebe untersucht, erfolgt die Abrechnung über die GOP 19456.

Die GOP 11601 (20.570 Punkte / 2260,05 Euro) ist eine Pauschale über die genetische Analyse der Brustkrebsgene BRCA1 und BRACA2 sowie die Beurteilung nach der GOP 11302 (Zuschlag für Gemeinkosten und die wissenschaftliche ärztliche Beurteilung und Befundung komplexer genetischer Analysen im individuellen klinischen Kontext bei seltenen Erkrankungen). Die Vergütung erfolgt extrabudgetär, berechnungsfähig ist sie von Fachärztinnen und Fachärzten für Humangenetik oder Laboratoriumsmedizin sowie von Vertragsärztinnen und Vertragsärzten mit der Zusatzbezeichnung medizinische Genetik.

G-BA Beschluss über Zusatznutzen von Olaparib

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 03.01.2020

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