Anpassung der Onkologie-Vereinbarung
zum 1. Januar

Ab dem 1. Januar 2020 gelten verschiedene Anpassungen in der Onkologie-Vereinbarung (Anlage 7 zum Bundesmantelvertrag-Ärzte). Die Änderungen betreffen unter anderem Fristverlängerungen und die Kostenpauschale 86520 (orale Tumortherapie), die im Behandlungsfall nicht mit der Pauschale 86518 (Palliativversorgung) abgerechnet werden kann.

Die Änderung tritt ein, da die Berechnung der Kostenpauschale 86518 den Abschluss einer Tumortherapie voraussetzt und auch für die Kostenpauschale 86516 (intravenöse/intraarterielle Tumortherapie) die Berechnung der Pauschale 86518 im gleichen Behandlungsfall ausgeschlossen ist.

Die Fristen für die EDV-Dokumentation und für die Erstellung einer Medikamentenliste für die Kostenpauschale 86516 (§ 6 Absatz 7 und Anhang 1 Satz 3 und Protokollnotiz zum Anhang 2) werden für jeweils ein Jahr verlängert.

In der Onkologie-Vereinbarung wird außerdem der Begriff „zytostatische Tumortherapie“ durch „medikamentöse Tumortherapie“ ersetzt. Diese Definition beinhaltet jetzt auch neue Medikamente, die zum Beispiel gezielt bestimmte Stoffwechselschritte blockieren, die für das Tumorzellwachstum wichtig sind oder Mechanismen auslösen, die Tumorzellen immunologisch angreifbar machen. Mit der Änderung wurde außerdem klargestellt, dass Therapien mit ausschließlich hormonell bzw. antihormonell wirksamen Medikamenten nicht zur medikamentösen Tumortherapie zählen.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 03.01.2020

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