Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen einschließlich Pankreastransplantationen (QS NET)

Ab dem 1. Januar 2020 werden zwei Bereiche der sektoralen Qualitätssicherung in einem neuen sektorenübergreifenden Verfahren zusammengeführt. Das zukünftige Verfahren zur Qualitätssicherung der Nierenersatztherapie wird Indikatoren zur dauerhaften Dialysetherapie wie auch zur Versorgung während und nach einer Nieren- und/oder Pankreastransplantation enthalten.

Die bestehenden Regelungen des G-BA werden abgelöst:

  • Sicherung der Qualität von Dialysebehandlungen (QSD-RL)
  • Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL) – Leistungsbereich Nieren- und Pankreastransplantation

Ziel des Verfahrens ist es, die Kooperation zwischen Dialyseeinrichtungen und Transplantationszentren zu fördern sowie die Rate an Komplikationen, Begleit- und Folgeerkrankungen im Rahmen von Dialyse und Organtransplantation zu verringern.

Datenquellen der 15 Qualitätsindikatoren sind zum einen die fallbezogenen Dokumentationen der Ärzte sowie Sozialdaten, die den Krankenkassen vorliegen. Diese Daten werden insbesondere genutzt, um den Behandlungsverlauf eines chronischen Nierenversagens über fünf beziehungsweise zehn Jahre erfassen und darstellen zu können (Follow-Up-Indikatoren). Eine Patientenbefragung wird aktuell entwickelt und wird voraussichtlich ab 2022 für den Einsatz im QS-Verfahren zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen (Infoseite)

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 12.12.2019

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