Zi-Praxis-Panel: Bis Ende Januar 2020 Befragung zur wirtschaftlichen Lage

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat seine jährliche Befragung zur wirtschaftlichen Lage von Niedergelassenen gestartet. Knapp 55.000 Praxen sind gebeten, die Daten für 2015 bis 2018 zu übermitteln, dies ist erstmals auch online möglich.

Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten erhalten den Fragebogen elektronisch, sie werden um Angaben zu Praxismerkmalen gebeten. Dazu zählen etwa die Praxisstruktur, Arbeitszeiten, Patientenzahlen sowie Angaben zu den Inhabern und Angestellten. Den zweiten Teil füllen die Steuerberater der Praxen aus, sie erhalten allerdings erst im nächsten Jahr eine Onlineversion und müssen ihre Angaben dieses Jahr noch auf Papier bereitstellen. Hier geht es um die Finanzdaten der Praxen, die für die Umfrage und Auswertung von großer Bedeutung sind.

Vorteile einer Teilnahme

Die teilnehmenden Praxen erhalten eine Aufwandspauschale sowie einen individuellen Praxisbericht, der Kennzahlen zur wirtschaftlichen Situation und zur Versorgungstätigkeit der Praxis darstellt, auch im Vergleich zum jeweiligen Fachgebiet. Der individuelle Praxisbericht kommt nach Auswertung aller Daten direkt in die Praxis, für das Jahr 2017 sind diese gerade an die Teilnehmer der letztjährigen Befragung versandt worden. Zusätzlich steht online ein allgemeiner Praxisbericht zur Verfügung, der die Möglichkeit einer Gegenüberstellung der eigenen Praxiswerte zu regionalen Vergleichswerten oder des entsprechenden Fachgebiets bietet. Der Online-Praxisbericht enthält zudem zusätzliche Kennzahlen aus den Bereichen Leistungs- und Behandlungsstruktur sowie Praxiscontrolling.

Für die Auszahlung der Aufwandspauschale und die Zusendung des Praxisberichts sind Personendaten erforderlich. Diese werden ausschließlich in einer ausgelagerten Zi-Treuhandstelle verarbeitet, die Zi erhält nur die anonymisierten Daten zur Auswertung.

Teilnahme ist freiwillig

Auch wenn die Praxen direkt angeschrieben werden, ist die Teilnahme an der Befragung kein Zwang. Sie liegt jedoch im Interesse aller Praxen, da sie valide Daten für die Honorarverhandlungen und die Neubewertung des EBM liefern. Da das Zi-Praxis-Panel (ZiPP) schon seit 2010 im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Kassenärztlichen Vereinigungen vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) durchgeführt wird, sind inzwischen auch Aussagen über die langfristigen Kostenentwicklungen möglich.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 27.11.2019

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