Videosprechstunde: Neue Regelungen zur Vergütung

Zum 1. Oktober 2019 haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband neue Regeln zur Videosprechstunde vereinbart. Unter anderem wurde die Vergütung neu festgelegt.

Die Abrechnung der Videosprechstunde erfolgt nun über die jeweilige Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale, anstatt wie bisher über die Gebührenordnungspauschale (GOP) 01439 EBM. Des Weiteren wurde die neue GOP 01442 EBM für die Videofallkonferenz zwischen der Pflegekraft eines chronisch pflegebedürftigen Patienten und dem behandelnden Arzt hinzugefügt.

Bis zu 500 Euro zusätzlich im Quartal möglich

Betriebsstätten, die mindestens 15 Videosprechstunden im Quartal durchführen (GOP 01451 EBM), bekommen nachträglich noch 10 Euro je durchgeführter Videosprechstunde vergütet, jedoch maximal 500 Euro. Diese Anschubfinanzierung wird automatisch durch die KV Berlin zugesetzt ist auf vorerst zwei Jahre befristet.

Antragsverfahren entfällt

Bislang war es erforderlich, dass Ärzte eine Verpflichtungserklärung über die Erfüllung der technischen Vorgaben zur Videosprechstunde bei der KV Berlin einreichen. Nach Aufnahme der GOP 01439 EBM in die Grundpauschale ist dies nun nicht mehr notwendig. Die Registrierung bei einem zertifizierten Videodienstanbieter ist dennoch unerlässlich.

Öffnung für weitere Fachgruppen

Die Videosprechstunde kann nun auch von den Fachgruppen der Humangenetik sowie von ermächtigten Ärzten durchgeführt werden.

Weiterführende Informationen

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 18.11.2019

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