Praxen werden zu Mehrkosten für Hygiene und Datenschutz befragt

In zwei anonymen Umfragen sollen Praxen Auskunft zum entstandenen Mehraufwand für Hygiene und Datenschutz geben. Mit den Ergebnissen soll eine valide Datengrundlage geschaffen werden, damit die Mehrkosten in den Verhandlungen mit den Krankenkassen geltend gemacht werden können.

Aktuell werden rund 3.200 Praxen nach dem Zufallsprinzip vom Institut des Bewertungsausschusses (InBA) angeschrieben, um an zwei Umfragen teilzunehmen: 2.200 Praxen, die von den neuen hygienerelevanten Anforderungen betroffen sind, sollen Auskunft darüber geben, wie sich ihre hygienebezogenen Kosten in den Jahren 2016 und 2018 entwickelt haben. Außerdem wird unter 1.000 weiteren Praxen die Kostenentwicklung aufgrund der seit Mai 2018 geltenden Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erhoben.

Die Befragungen werden ausschließlich online durchgeführt, den Link sowie einen Zugangsschlüssel zur Anmeldung erhalten die ausgewählten Praxen in einem Anschreiben. Eine Teilnahme ist bis zum 30. September möglich.

Darum sollten Praxen teilnehmen

Die mit den Umfragen zusammengetragenen Daten werden für die Verhandlungen mit den Krankenkassen entscheidend sein: Im vergangene Jahr wurde die Erstattung der Mehrkosten in den Bereichen Hygiene und Datenschutz von den Krankenkassen abgelehnt. Nach Forderung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), den Mehraufwand bei der Anpassung des Orientierungswertes für 2019 zu berücksichtigen, hat der Erweiterte Bewertungsausschuss das InBA beauftragt, die entsprechenden Informationen zusammenzutragen.

Für eine fundierte Datenbasis hatte die KBV gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen bereits im Frühjahr eine eigene Erhebung zu den verschärften Hygienevorschriften und den damit verbundenen Mehrkosten durchgeführt.

Weitere Informationen

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 09.09.2019

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