Terminservice: Patienten richtig in die psychotherapeutische Versorgung überweisen

Für die Überweisung in die psychotherapeutische Versorgung gilt ein anderes Verfahren als für die Vermittlung eines dringlichen fachärztlichen Termins.

Denn Anspruch auf eine Richtlinientherapie hat der Patient in der Regel erst nach der sogenannten Psychotherapeutischen Sprechstunde, Termine für diese werden noch ganz ohne Überweisung oder gar Dringlichkeitscode von der Terminservicestelle vermittelt. In der Psychotherapeutischen Sprechstunde wird dann geklärt, wie eilig der Behandlungsbedarf ist und welche Therapieform im konkreten Fall am besten geeignet ist. Diese wird auf dem PTV11-Formular bescheinigt und gegebenenfalls – bei Behandlungsbedarf innerhalb der nächsten vier Wochen – als dringlich codiert. Mit einem korrekt ausgefüllten PTV11 kann die Terminservicestelle den Patienten ideal bei der Suche nach einem weiterführenden Termin für die empfohlene Richtlinientherapie unterstützen, das Formular übernimmt also eine Art „Lotsenfunktion“. Bei Entlassungen aus der Tagesklinik oder dem Krankenhaus gilt abweichend, dass die Psychotherapeutische Sprechstunde nicht zwingend vorgeschrieben ist, bevor der Patient Anspruch auf eine Richtlinientherapie hat.

Für einen Termin bei einem fachärztlichen Kollegen gilt das bekannte Verfahren. Es kann zwischen Mit- und Weiterbehandlung gewählt oder mit einem Zielauftrag auf dem Überweisungsschein genau festgelegt werden, was für den Patienten benötigt wird. Für besonders eilige Überweisungen kann hier der Dringlichkeitscode genutzt werden, damit die die Servicestelle schnell einen Termin vermittelt.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 02.08.2019

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