Seit 1. Juli: Behandlung mit Fingolimod vergütet

Neurologen können seit Monatsbeginn die Behandlung von Patienten mit multipler Sklerose mit Fingolimod abrechnen. Die aufwändige Begleitung durch engmaschige Kontrolluntersuchungen wird mit rund 152 Euro vergütet ? zunächst extrabudgetär.

Die neue Gebührenordnungsposition (GOP) 01516 ist mit 1404 Punkten bewertet, da der Einsatz von Fingolimod (Handelsname: Gilenya) aufwändig überwacht werden muss: Vor der ersten Gabe und sechs Stunden nach der ersten Dosis per EKG, dazu werden stündlich Puls und Blutdruck gemessen. Eventuelle Symptome einer möglichen Bradykardie sollen so frühzeitig erkannt werden.

Angesetzt werden kann die GOP bei der Erstgabe und bei der Umstellung der Tagesdosis von 0,25 auf 0,5 Milligramm. Die Abrechnung ist auch bei der Unterbrechung der Therapie möglich und zwar in den ersten zwei Behandlungswochen einen oder mehrere Tage, in der dritten und vierten Woche mehr als sieben Tage oder nach dem ersten Behandlungsmonat mehr als zwei Wochen.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 18.07.2019

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