Neue Bedarfsplanungs-Richtlinie: Maximalquote für Fachinternisten

Die neue Bedarfsplanungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) sieht zur Steuerung der Versorgung innerhalb der Arztgruppe der Fachinternisten die Einführung sogenannter Minimalquoten für Rheumatologen, sowie Maximalquoten für die Kardiologen, Gastroenterologen, Pneumologen und Nephrologen vor. Diese sind im Falle von Zulassung und Nachbesetzung eines fachärztlich tätigen Internisten zu berücksichtigen. Die am 16. Mai 2019 beschlossene Bedarfsplanungsrichtlinie kann mit Wirkung zum 30.Juni 2019 in Kraft treten, wenn das Bundesministeriums für Gesundheit diese nicht beanstandet.

Gebildet wird die Quote auf der Grundlage von regional zu ermittelnden Verhältniszahlen, die neben der Altersstruktur der Patienten auch deren Morbidität abbilden sollen.

Für den Bereich der Gastroenterologie bedeutet die Regelung beispielsweise, dass sofern die vorgesehene Maximalquote überschritten sein sollte, kein weiterer Fachinternist des Versorgungsschwerpunktes Gastroenterologie zugelassen werden kann. Im Falle einer Nachbesetzung eines Fachinternisten könnte dieser Sitz nur dann mit einem Gastroenterologen besetzt werden, wenn der abgebende Arzt/Ärztin bereits ein Gastroenterologe war. Die Fortführung einer Schwerpunktpraxis Gastroenterologie soll weiterhin möglich sein, die Quotenregelung hat hier keine Wirkung.

Wichtig ist, dass zur Gruppe der Gastroenterologen nicht nur die wörtlich in der Regelung der Bedarfsplanungsrichtlinie (§ 13) erwähnten Fachärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie sowie die Fachärzte für Innere Medizin mit Schwerpunktbezeichnung Gastroenterologie zählen, sondern laut G-BA auch Fachärzte für Innere Medizin ohne Schwerpunkt, die über einen hinreichend langen Zeitraum überwiegend im Versorgungsschwerpunkt Gastroenterologie tätig sind.

Dies dürfte in Berlin all diejenigen Ärzte betreffen, die zwar als Fachinternisten ohne Schwerpunktbezeichnung zugelassen, aber aufgrund einer Genehmigung der KV Berlin der Arztgruppe Innere Medizin mit Versorgungsschwerpunkt Gastroenterologie zugeordnet wurden.

Die obigen Ausführungen gelten entsprechend auch für die anderen internistischen Fachrichtungen, für die künftig eine Maximalquote vorgesehen ist.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 05.06.2019

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