TSVG: So sind Überweisungen jetzt zu kennzeichnen

Mit Inkrafttreten des Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) am 11. Mai gelten die Regelungen zur Vermittlung von dringenden Terminen, zum einen direkt durch Hausärzte an Fachärzte und zum anderen die erweiterte Vermittlung über die Terminservicestelle (TSS). Um die im TSVG vorgesehene extrabudgetäre Vergütung zu erhalten, müssen diese Fälle entsprechend gekennzeichnet werden.

Bei der Vermittlung von Terminen durch einen Hausarzt ist zu beachten, dass die fachärztliche Behandlung dringend erforderlich sein muss (Kriterium der Dringlichkeit), es darf sich nicht um sogenannte Bagatellerkrankungen handeln. Die Vermittlung erfolgt grundsätzlich nur per Überweisungsschein, der vom weiterbehandelnden Facharzt in seinem Praxisverwaltungssystem mit der Nummer „3“ unter „Vermittlungsart“ als Hausarzt-Facharzt-Vermittlungsfall gekennzeichnet wird. Die Überweisungsscheine sind entsprechend der üblichen Fristen in der Praxis aufzubewahren.

Da ein Überweisungsschein Voraussetzung ist, um die extrabudgetäre Vergütung im Sinne des TSVG beanspruchen zu können, ist diese Vermittlungsart – Hausarzt überweist an einen weiterbehandelnden Facharzt – innerhalb derselben Berufsausübungsgemeinschaft (MVZ, überörtliche BAG usw.) ausgeschlossen (sogenannter Überweisungsvorbehalt).

Bei Vermittlungen durch die Terminservicestelle legt die Praxis, in die vermittelt wurde, einen Originalschein an und kennzeichnet diesen im Praxisverwaltungssystem unter „Vermittlungsart“ mit der Nummer „1“ als TSS-Terminfall.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 27.05.2019

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