Anhebung der augenärztlichen Grundpauschale zum 1. April

Der Bewertungsausschuss hat am 29. März 2019 (435. Sitzung) beschlossen, die mittlere Grundpauschale der Arztgruppe der Augenärzte (GOP 06211) mit Wirkung zum zweiten Quartal 2019 um zwei Punkte zu erhöhen. Organisatorisch wird die automatische Umsetzung in die RLV-Berechnungen voraussichtlich aber erst zum 4. Quartal 2019 möglich sein.

Grund für die Anhebung ist die Aufnahme der topographischen Untersuchung der Hornhaut in den Anhang 1 des Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM). Zur Finanzierung dieser Änderungen empfiehlt der Bewertungsausschuss für die Höherbewertung der Gebührenordnungsposition (GOP) 06211 eine Erhöhung der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV). Damit sind die Gesamtvertragspartner, die KV mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen angehalten, eine entsprechende Regelung im Honorarvertrag für das Jahr 2019 aufzunehmen.

Um diese Höherbewertung in Verbindung mit der Erhöhung der MGV für die Berliner Augenärzte zu berücksichtigen, wird die KV Berlin nach Abschluss der honorarvertraglichen Regelungen, über eine Anpassung des augenärztlichen RLV-Vergütungsanteils und damit des RLV-Fallwerts diesem Umstand Rechnung tragen. Da zum jetzigen Zeitpunkt bereits die Berechnungen für die Regelleistungsvolumina des 3. Quartals abgeschlossen sind, kann eine Neufestsetzung der RLV lediglich im Rahmen einer Nachvergütung, ggf. bereits im Rahmen der Honorarfestsetzung für die Quartale 2/2019 und 3/2019 berücksichtigt werden. Nach dem derzeitigen Verhandlungsstand mit den Krankenkassen wird die Anpassung des augenärztlichen RLV-Vergütungsanteils voraussichtlich erstmalig im Rahmen der Berechnung der RLV-Fallwerte für das Quartal 4/2019 automatisch erfolgen.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 15.05.2019

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