Neuer Rahmenvertrag "Hallo Baby" in Kraft

Der Vertrag wurde gemäß § 140a SGB V zur besonderen Versorgung geschlossen und hat die Vermeidung von Frühgeburten und infektionsbedingten Geburtskomplikationen zum Ziel. Ärztinnen und Ärzte können ab sofort ihre Teilnahme an dem Vertrag gegenüber der KV Berlin erklären.

National und international sind steigende Frühgeburtenraten zu verzeichnen. Medizinische Risikofaktoren sind zum Beispiel die bakterielle Vaginose und die Infektion mit Toxoplasmose. Durch die Reduzierung von Risikofaktoren sind Frühgeburten zum Teil vermeidbar.

Ziel des am 1. Februar 2019 in Kraft getretenen Rahmenvertrags „Hallo Baby“ ist es, die Frühgeburtenrate durch primär- und sekundärpräventive Maßnahmen zu minimieren sowie Infektionen durch Streptokokken B als Geburtskomplikation zu senken. Der Vertrag umfasst deshalb zusätzliche Leistungen für schwangere Frauen im Rahmen der besonderen Versorgung nach § 140a SGB V, die die Regelversorgung sinnvoll ergänzen.

Ab sofort können interessierte Ärzte der Fachgebiete Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit und ohne Abrechnungsgenehmigung für das Spezial-Labor (32.3 EBM) sowie Laboratoriumsmedizin gegenüber der KV Berlin ihre Teilnahme an dem Vertrag erklären. Ab dem 1. Juli 2019 können Versicherte der teilnehmenden Betriebskrankenkassen in den Vertrag eingeschriebenen werden.

Die vergüteten Leistungen für Frauenärzte sowie Laborärzte und Frauenärzte mit den definierten Voraussetzungen gem. Speziallabor-Genehmigung sind auf der Infoseite der QS-Leistung aufgeführt.

Darüber hinaus einigen sich die Vertragspartner im Zuge der Weiterentwicklung des Rahmenvertrages über die Aufnahme eines zweiten Toxoplasmosetests (für negativ getestete Versicherte) in der 20. bis 30. Schwangerschaftswoche.

Die Vergütung für den teilnehmenden Arzt erfolgt durch die Krankenkassen außerhalb mengenbegrenzter Bedingungen und außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung über die KV Berlin.

Alle Informationen zur QS-Leistung finden Sie hier.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 08.05.2019

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