Impfung gegen Herpes zoster jetzt Kassenleistung

Die zweimalige Impfung mit adjuvantiertem Herpes zoster-subunit-Totimpfstoff im Abstand von mindestens 2 bis max. 6 Monaten ist seit dem 1. Mai 2019 unter bestimmten Voraussetzungen Kassenleistung.

Voraussetzungen:

  1. als Standardimpfung für Personen 60 Jahre und älter
  2. als Indikationsimpfung für Personen 50 Jahre und älter mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung für das Auf-treten eines Herpes zoster infolge einer Grundkrankheit, wie z. B.
    • angeborene bzw. erworbene Immundefizienz bzw. Immunsuppression
    • HIV-Infektion
    • rheumatoide Arthritis
    • systemischer Lupus erythematodes
    • chronisch entzündliche Darmerkrankungen
    • chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale
    • chronische Niereninsuffizienz
    • Diabetes mellitus

Der entsprechende Beschluss zur Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie ist am 1. Mai 2019 in Kraft getreten.

Bitte beachten Sie: Die neue Regelung in der Schutzimpfungs-Richtlinie betrifft nur den Herpes zoster-subunit-Totimpfstoff Shingrix® und damit nicht den Lebendimpfstoff Zostavax®. Für Zostavax® ist nach wie vor keine generelle Kassenleistung über die Schutzimpfungs-Richtlinie vorgesehen. Shingrix® wird für alle Krankenkassen über die AOK Nordost als Sprechstundenbedarf bezogen (ohne Namensnennung Patient, Felder 8+9 ankreuzen). Abgerechnet wird die Standardimpfung mit der Symbolnummer 89128. Die oben genannte Indikationsimpfung mit der 89129.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 03.05.2019

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