Änderungen im Bereich Nuklearmedizin zu April 2019 in Kraft getreten

Für die Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -therapie wurden zum 1. April 2019 Änderungen beschlossen. Neben Neuerungen für die technische Qualitätssicherung im Bereich der Nuklearmedizin, die das Genehmigungsverfahren vereinfachen sollen, wurde die Vereinbarung auch an das neue Strahlenschutzrecht (Strahlenschutzgesetz und Strahlenschutzverordnung) angepasst.

Mit der neuen Fassung der Vereinbarung werden jetzt auch für den Bereich der Nuklearmedizin die seit 1993 in den Anlagen zur Strahlendiagnostik und -therapie festgelegten apparativen Voraussetzungen an die Geräte aktualisiert. Mit Inkrafttreten der Änderungen wird im Bereich Nuklearmedizin auf die Definition spezieller apparativer Voraussetzungen verzichtet und auch die Gewährleistungserklärung der Hersteller oder Vertreiber muss nicht mehr erbracht werden. Stattdessen legt der Arzt im Rahmen eines Antrages auf Abrechnungsgenehmigung seiner KV folgende Nachweise vor:

  • die behördliche Genehmigung für den Umgang mit radioaktiven Stoffen
  • den Bericht der Abnahmeprüfung
  • den Nachweis über die erfolgreiche Prüfung durch die ärztliche Stelle.

Ärzte, die bereits eine bestehende Abrechnungsgenehmigung mit der KV Berlin haben, behalten diese und müssen keinen neuen Antrag auf Genehmigung stellen. Die aktualisierte Vereinbarung sieht auch Änderungen für die Genehmigungserteilung nuklearmedizinischer Laborleistungen vor, die nicht mehr ausschließlich auf Grundlage der Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -therapie möglich ist. Entsprechend der Anpassung der Bestimmung 32.2 (Spezielle Laboratoriumsuntersuchungen, molekulargenetische und molekularpathologische Untersuchungen) vom 1. Juli 2018 ist eine Genehmigung nach der Qualitätssicherungsvereinbarung Spezial-Labor die Voraussetzung für die Berechnung der in diesem Kapitel beschriebenen Leistungen – und zwar unabhängig davon, ob die Untersuchungen Mittels Radioimmunassay durchgeführt werden.

Diese Änderungen sind Teil einer grundsätzlichen Überarbeitung der Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -therapie. Bereits zum 1. Oktober 2017 wurde der Bereich Röntgendiagnostik einschließlich CT an den aktuellen Stand der Medizintechnik angepasst. Im dritten Schritt soll der Bereich Strahlentherapie folgen – hier laufen die Beratungen noch.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 10.04.2019

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