Neues Muster für Krankenbeförderung gilt - mit einer Übergangsregelung

Mit Stichtag zum 1. April 2019 gilt bundesweit das neue Verordnungsmuster 4 - Verordnung einer Krankenbeförderung, eventuell. vorhandene Restbestände dürfen nicht mehr verwendet werden. Da eine gesetzliche Neuerung noch nicht umgesetzt werden konnte, muss noch eine Übergangsregelung beachtet werden.

Grund für die Anpassung des Formulars waren Änderungen in der Krankentransport-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und die Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade im SGB XI.

Das Formular wurde grundlegend überarbeitet und orientiert sich nun an den Verordnungsschritten in der Praxis bzw. den wesentlichen Angaben des Arztes oder des Psychotherapeuten. Die Neugestaltung erfolgte im Hinblick auf Übersichtlichkeit und Anwenderfreundlichkeit. Der erste Teil – Grund für die Beförderung – gliedert sich nun in genehmigungsfreie und genehmigungspflichtige Fahrten. Des Weiteren können und müssen Angaben zum Grund der Beförderung, zum Behandlungstag bzw. -zeitraum, der Behandlungsfrequenz, des Behandlungsorts und der Art der Beförderung gemacht werden. Darüber hinaus gibt es ein Freitextfeld, in welchem sonstige Angaben gemacht werden können – beispielsweise zur Wartezeit des Transporteurs.

Keine Berücksichtigung konnte die Änderung hinsichtlich der Aufhebung des Genehmigungsvorbehalts bei Patienten mit Pflegegrad 3 und dauerhafter Mobilitätsbeeinträchtigung, Pflegegrad 4 oder 5 oder Patienten mit den Merkzeichen „aG“, „BI“ oder „H“ im Schwerbehindertenausweis, die seit Anfang 2019 gilt (siehe Verordnungs-News Nr. 1/2019), finden. Hier wurde bis zur erneuten Anpassung des Formulars zunächst eine Übergangsregelung geschaffen:

Bis zur Umsetzung der Genehmigungsfiktion auf dem Verordnungsformular soll bei den zuvor genannten Patienten zunächst weiterhin das Feld „Merkzeichen „aG, „B“, „H“, Pflegegrad 3 mit dauerhafter Mobilitätseinschränkung, Pflegegrad 4 oder 5“ unter „Genehmigungspflichtige Fahrten“ angekreuzt werden. Die Verordnung muss anschließend aber nicht mehr durch den Patienten bei seiner Krankenkasse vorgelegt werden.

Die KBV hat bereits eine angepasste Praxisinformation zum neuen Verordnungsformular veröffentlicht. Zu finden ist diese wie üblich auch hier auf der Themenseite zur Krankenbeförderung (rechte Spalte) der KV Berlin. Auf der entsprechenden Themenseite der KBV sind außerdem ein Ansichtsexemplar des neuen Verordnungsmusters und die aktuellen Vordruckerläuterungen veröffentlicht.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 05.04.2019

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