Verfahren zur Vermeidung nosokomialer Wundinfektionen: Einrichtungsbefragung gestartet

Seit dem 1. Januar läuft die Einrichtungsbefragung zum Verfahren zur Vermeidung nosokomialer Wundinfektionen (WI) im Rahmen der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (sQS). Zur Auskunft verpflichtet sind Ärzte, die definierte Tracer-Eingriffe ambulant und stationär im Vorjahr erbracht haben. Die Daten müssen der KV Berlin spätestens zum 28.02.2019 vorliegen.

Zur Vorbereitung auf die Einrichtungsbefragung haben wir zahlreiche Hinweise und unterstützende Materialien für Sie auf unserer Website zusammengestellt. Dazu gehören unter anderem ein Leitfaden sowie eine Ausfüllhilfe zur Einrichtungsbefragung mit Erläuterungen und Musterdokumenten, beispielsweise zur Erstellung eines Hygieneplans, Praxisinformationen und der Selbsttest „Mein PraxisCheck: Prävention Wundinfektion“.

Rückwirkende Vergütung der Einrichtungsbefragung

Die Einrichtungsbefragung wird mit Beschluss des G-BA ab dem Jahr 2019 vergütet. Betroffene Chirurgen, Orthopäden, Gynäkologen und Urologen erhalten danach rückwirkend zum 1. Januar 2018 bis zu rund 280 Euro für die Dokumentation – extrabudgetär. Der Bewertungsausschuss hat dazu die Gebührenordnungsposition (GOP) 01650 in den EBM aufgenommen. Diese wird den Ärzten automatisch nachvergütet.

Bitte beachten: neue Richtlinie

Am 1. Januar 2019 trat außerdem die „Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL)“ in Kraft. Die seit Dezember 2010 gültige „Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (Qesü-RL)“ wurde somit abgelöst.

Weitere Informationen zum Verfahren für die Vermeidung nosokomialer Wundinfektionen und der Einrichungsbefragung.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 31.01.2019

button_drucken
Copyright © Kassenärztliche Vereinigung Berlin