Abruptio in besonderen Fällen: Anpassung der Pauschalen

Rückwirkend zu Jahresbeginn wurden die Komplexpauschalen für die Kostenübernahme nach § 4 des Gesetzes zur Hilfe für Frauen bei Schwangerschaftsabbrüchen in besonderen Fällen angepasst, Hintergrund ist die Erhöhung des Orientierungswertes. Da die "rechtswidrigen, aber straffreien" Abbrüche keine GKV-Leistung sind, erfolgt die Abrechnung direkt mit den Krankenkassen und ohne die KV Berlin.

Sind einer Frau die Kosten selbst nicht zuzumuten, werden sie den Berliner Krankenkassen anschließend auf Grundlage einer Vereinbarung mit der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung vom Land Berlin erstattet. Abrechnende Ärzte müssen nicht weiter aktiv werden, sie erhalten ihren Rechnungsbetrag von den Krankenkassen überwiesen. Die Anpassung der Pauschalen erfolgte kurzfristig Mitte Mai nach einer Änderung des bundeseinheitlichen Orientierungswertes:

  • Ambulanter Schwangerschaftsabbruch in Vollnarkose: 408,42 Euro
  • Ambulanter Schwangerschaftsabbruch in Lokalanästhesie: 294,78 Euro
  • Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch (mit Mifegyne)
    • post-OP-Überwachung von mehr als 2 Stunden 215,57 Euro
    • post-OP-Überwachung von mehr als 4 Stunden 270,55 Euro

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 14.01.2019

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