Aktuelle Vertragsänderungen

Im Überblick: u.a. ambulante Palliativversorgung, Hautkrebs-Screening, DMP

Weitere Vertragsänderungen stehen in den amtlichen Bekanntmachungen

Rahmenvertrag über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung gemäß § 132d SGB V in Berlin

Mit Wirkung zum 01.07.2018 ist die AOK Rheinland/Hamburg dem SAPV-Rahmenvertrag beigetreten. Die Leistungen können seit dem 01.07.2018 auch für die Versicherten der AOK Rheinland/Hamburg abgerechnet werden.
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Fremdkassenzahlungsausgleich

Anerkennung im Rahmen des Fremdkassenzahlungsausgleichs für den Strukturvertrag nach § 73a SGB V zur Weiterentwicklung der Strukturen zur frühzeitigen Behandlung von Krankheiten/ Anlage 1 Darmkrebsfrüherkennung mit der AOK Nordost mit Wohnort in

  • Sachsen-Anhalt
  • Hamburg

Homöopathieversorgung: Neue Teilnahmeerklärungen ab dem 01.01.2019

3. Nachtrag zum Vertrag zur Versorgung mit klassischer Homöopathie gemäß §73c SGB V zwischen der SECURVITA Krankenkasse und der Arbeitsgemeinschaft Vertragskoordinierung der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung:

Aufgrund der EU Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) sind die Teilnahmeerklärungen für Ärzte sowie Versicherte an die neuen datenschutzrechtlichen Regelungen im Rahmen des oben genannten Vertrages angepasst worden. Die Teilnahmeerklärungen hier zur Verfügung.

Cave: Ärzte, welche bereits eine Genehmigung zur Abrechnung des o.g. Vertrages verfügen, müssen der KV Berlin keine neue Teilnahmeerklärung zukommen lassen.
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Hautkrebs-Screening - Erhöhung der Vergütungen für 2019

Aufgrund der Anpassung des Orientierungspunktwertes (OPW) für das Jahr 2019, erhöhen sich die Vergütungen für die SNR 99200. Das betrifft die Verträge mit der Techniker Krankenkasse, BIG direkt gesund, Knappschaft, IKK Brandenburg und Berlin und der BARMER.

Die EBM-Ziffer 01745 ist bei allen fünf genannten Krankenkassen um die Steigerung des OPW angehoben worden. Der Aufschlag für die Auflichtmikroskopie ist bei der BIG direkt gesund und IKK Brandenburg und Berlin ebenfalls entsprechend angehoben worden. Nicht erhöht werden der Aufschlag für die Auflichtmikroskopie bei der Knappschaf, BARMER und bei der Techniker Krankenkasse.

Eine Übersicht der Hautscreening –Sonderverträge wurde den teilnehmenden Ärzten mit einem Rundschreiben zugestellt.
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Disease – Management – Verträge: Aufbewahrungsfristen

Da die DMP-Aufbewahrungsfristen-Richtlinie (DMP-AF-RL) zum 31.12.2018 außer Kraft getreten ist, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) mit Beschluss vom 17.05.2018 die Aufbewahrungsfristen für die Dokumentationen einschließlich der für die Durchführung der strukturierten Behandlungsprogramme erforderlichen personenbezogenen Daten neu festgelegt und die Aufbewahrungsfristen in die DMP-Anforderungen-Richtlinie (DMP-A-RL) überführt (Änderungen des § 3 und die Neufassung des § 5 der DMP-A-RL).

Die Disease-Management-Verträge für die Indikationen Asthma, COPD, Diabetes mellitus Typ 2 und Typ 1 sowie Koronare Herzkrankheiten (KHK) wurden zum 01.01.2019 an die geänderten Aufbewahrungsrichtlinien angepasst. Damit wurden sämtliche Verträge berücksichtigt, die noch auf die DMP-AF-RL verweisen und die bisherige Aufbewahrungsfrist von 15 Jahren beinhalten.

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Asthma Bronchiale
COPD
Diabetes mellitus Typ 1
Diabetes mellitus Typ 2
KHK

Disease Management Programm (DMP) Diabetes mellitus Typ 1

  • Vertrags- und Vergütungsanpassungen sowie
  • Anpassungen der Strukturqualität für den koordinierenden Versorgungssektor

Mit Wirkung zum 01.01.2019 treten bezüglich der Versorgungsinhalte und der Vergütung im Rahmen des DMP Vertrages Diabetes mellitus Typ 1 Änderungen in Kraft.

Anpassungen der Betreuungspauschalen ab dem 01.01.2019

SNRLeistungbis 31.12.2018ab 01.01.2019
Abrechnungs-
frequenz
VergütungAbrechnungs-
frequenz
Vergütung
99971 Neueinstellung 1. Quartal 55,00 € entfällt
99972 Neueinstellung 2. Quartal 30,00 € entfällt
99973 Betreuung intensivierte Insulintherapie 2x im Jahr 32,00 € pro Quartal 32,00 €
99974 Betreuung gravierende Spätkomplikationen 1x im Jahr 30,00 € pro Quartal, als Zuschlag zur 99973 11,50 €
99975 Betreuung Typ-1-Diabetikerin in der Schwangerschaft 1x je Schwangerschaft 120,00 € Je Quartal für max. 3 Quartale (Dauer der Schwangerschaft) 120,00 €
NEU
99976
Einstellung Pumpentherapie 1x im Leben, inkl. Verordnung einer Pumpe 120,00 €

Neben der SNR 99975 sind die SNRn 99973 und 99974 für Quartale, in der die Schwangerschaft besteht, nicht abrechnungsfähig. Des Weiteren wird die SNR 99974 als Zuschlag zur SNR 99973 vergütet. Die Fallzahlen der SNR 99974 sind bei 50% (Bezugsgröße SNR 99973) gedeckelt. Stellen die Vertragspartner fest, dass die Deckelung von 50 % überschritten wird, erfolgt innerhalb der ersten sechs Quartale eine einmalige Vergütungsanpassung der SNR 99974 zum nächstmöglichen Quartal.

Anpassungen derSchulungs-Vergütungen ab dem 01.01.2019

SchulungsprogrammeVergütungSNR
bisherab 01/2019
Behandlungs- und Schulungsprogramm für
intensivierte Insulintherapie
22,50 € 27,00 € 99981
HyPOS-Schulungsprogramm 24,50 € 27,00 € 99987
LINDA-Diabetes-Selbstmanagementschulung
Typ 1 ICT
22,50 € 27,00 € 99989
Diabetes-Schulungsmaterial
(Verbrauchsmaterial inkl. Diabetespass)
9,00 € 9,00 € 99991
PRIMAS Schulungs- und
Behandlungsprogramm
27,00 € 27,00 € 99988
NEU: PRIMAS Schulungsmaterial - 14,00 € 99980
Blutglukosewahrnehmungs-training (BGAT) III – deutsche Version 22,50 € 27,00 € 99982
BGAT-Schulungsmaterial 20,00 € 20,00 € 99992
Schulungsprogramm Diabetesbuch für Kinder
(6-10jährige Kinder)
15,00 € 15,00 € 99983
Schulungsmaterial Diabetesbuch für Kinder 19,90 € 19,90 € 99993
Schulungsprogramm Jugendliche mit Diabetes
für Jugendliche ab dem 11. Lebensjahr
25,00 € 27,00 € 99984
Schulungsmaterial Jugendliche mit Diabetes 100,00 € 100,00 € 99994
Behandlungs- und Schulungsprogramm für
Patienten mit Hypertonie
15,00 € 23,00 € 99985
Das strukturierte Hypertonie Behandlungs- und
Schulungsprogramm (HBSP)
15,00 € 23,00 € 99986
Hypertonie-Schulungsmaterial 9,00 € 9,00 € 99995

Neu aufgenommen wurde das Schulungsmaterial für die PRIMAS-Schulung (SNR 99980). Die Schulungen sind in Einzelschulungen möglich. Nachschulungen sind frühestens nach 3 Jahren möglich und mit dem Zusatz „N“ zu kennzeichnen.

Des Weiteren wurde die Strukturqualität für den koordinierenden Versorgungssektor angepasst, die Änderungen beinhalten:

  • mindestens ein/e Diabetologe/in in Vollzeit (mind. 38,5 Std/Woche)
  • mindestens ein/e Diabetesberater/in in Vollzeit (mind. 38,5 Std/Woche)

Diabetologe:
NEU! Teilnahmeberechtigt sind Vertragsärzte bzw. MVZ, die mindestens einen Diabetologen/ Diabetologin in Vollzeit (38,5 Std.) oder mehrere Teilzeitkräfte in entsprechenden Teilzeiten (38,5 Std.) beschäftigen. Die zu tätigende Wochenarbeitszeit der entsprechenden Diabetologen/in (mind. 38,5 Std/Woche) ist ab dem 01.01.2019 nachzuweisen.

Diabetesberater:
Vertragsärzte bzw. MVZ, die mindestens einen Diabetesberater/in in Vollzeit (38,5 Std.) oder mehrere Teilzeitkräfte in entsprechenden Teilzeiten (38,5 Std.) beschäftigen, müssen die zu tätigende Wochenarbeitszeit der Diabetesberater/in (mind. 38,5 Std/Woche) ab dem 01.01.2019 nachweisen. NEU! Das Beschäftigungsverhältnis bzw. die Beschäftigungsverhältnisse muss/müssen zwingend mit dem oder den Inhaber(n) der diabetologischen Schwerpunktpraxis geschlossen sein.

Nichtärztliche Fachkräfte, die am 01.01.2019 mit der Ausbildung entsprechend den bisher gelten Anforderungen bereits begonnen haben, sind nach Erfüllung eines Ausbildungsumfangs, der diesen vorherigen Vorgaben entspricht, berechtigt, Leistungen im Rahmen des DMP zu erbringen. Es ist jedoch erforderlich, eine ergänzende Ausbildung gemäß den neuen Qualifikationsanforderungen spätestens bis zum 30.06.2020 abzuschließen und der KV Berlin unverzüglich nachzuweisen (Aufbauqualifikation für Diabetesassistentinnen zur Diabetesberaterin DDG).

Nachweise: Die oben genannten Nachweise müssen anhand von Arbeitsverträgen (Kopien) an die KV Berlin, Fachbereich Qualitätssicherung, bis zum 31.03.2019 eingereicht werden.

Aus datenschutzrechtlichen Gründen bitten wir Sie in der Kopie des Arbeitsvertrages, alle Datenfelder, mit Ausnahme des Vornamens, des Namens sowie der zu leistenden Wochenarbeitszeit, unkenntlich zu machen. Die erforderlichen Daten werden auf Grundlage des Art. 6 Abs. 1 DSGVO erhoben. Bitte beachten Sie, dass bei Nichteinreichung der o.g. Nachweise oder des Widerspruchs gegen die Erhebung der Daten, Ihre Genehmigung zur Teilnahme an diesem Vertrag ab dem 01.04.2019 entfallen muss.
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(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 14.01.2019

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