Neue Abrechnungsmöglichkeiten im ersten Quartal: Samstagszuschlag, Screenings, neuropädiatrische Betreuung

Im ersten Quartal 2019 haben sich weitere bzw. vereinfachte Abrechnungsmöglichkeiten für den Samstagszuschlag bzw. im Bereich Ultraschall ergeben.

Der Zuschlag für die Behandlung von Patienten am Samstag zwischen 7 und 14 Uhr kann seit Jahresbeginn auch von Fachärzten für diagnostische Radiologie und Fachärzten für Strahlentherapie angesetzt werden. Bisher konnten diese lediglich ihre Behandlungsleistungen abrechnen. Die entsprechende Gebührenordnungsposition (GOP) 01102 ist mit 10,76 Euro (101 Punkten) bewertet und kann außerdem von folgenden Ärzten und Psychotherapeuten angesetzt werden: Hausärzte / Kinder- und Jugendärzte /Anästhesisten / Augenärzte / Chirurgen / Gynäkologen / HNO-Ärzte / Dermatologen / Fachärzte für Innere Medizin / Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgen / Neurologen / Fachärzte für Neurochirurgie / Nuklearmediziner / Orthopäden / Orthopäden und Unfallchirurgen / Fachärzte für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen / Urologen / Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin / Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie / Fachärzte für Nervenheilkunde / Fachärzte für Neurologie und Psychiatrie / Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie / Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie / Fachärztliche und psychologische Psychotherapeuten / Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.

Ebenfalls seit Jahresbeginn ist erlaubt, das Ultraschallscreening auf Baucharortenaneurysmen und eine Uro-Genital-Sonographie am selben Behandlungstag abzurechnen. Patienten müssen künftig also nicht zweimal einbestellt werden. Da in dem Fall Wechselzeiten entfallen, wird allerdings auf die GOP 33043 für die Uro-Genital-Sonographie ein Abschlag in Höhe von acht auf dann nur 79 Punkte vorgenommen. Die GOP 01748 für das Bauchaorten-Screening wird mit 16,01 Euro und extrabudgetär vergütet.

Zudem kann jetzt die Zusatzpauschale für die neuropädiatrische Betreuung auch für Patienten mit dem ICD-10-Code G90.60 (komplexes regionales Schmerzsyndrom der oberen Extremität, Typ II: Kausalgie) angesetzt werden, also die GOP 04433. Hintergrund ist die Streichung des ICD-10-Codes G56.4, dessen medizinischer Inhalt wird in den G90.60 übertragen.

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(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 09.01.2019

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