Anpassung der Onkologie-Vereinbarung zum 1. Januar 2019

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben sich auf verschiedene Anpassungen in der Vereinbarung über die qualifizierte ambulante Versorgung krebskranker Patienten geeinigt, die ab dem 1. Januar 2019 wirksam sind.

So wird die orale zytostatische Tumortherapie in die Onkologie-Vereinbarung aufgenommen. Diese wird über die Kostenpauschale 86520 abgebildet, welche die Behandlung im Zusammenhang mit der oralen Chemotherapie umfasst. Diese Kostenpauschale ist nicht für rein hormonelle beziehungsweise rein anti-hormonell wirkende Substanzen der ATC-Klasse L02 (endokrine Therapie) berechnungsfähig. Die Vertragspartner prüfen die Angemessenheit der Bewertung für die orale zytostatische Tumortherapie bis zum 30. Juni 2020 und nehmen ggf. eine Anpassung vor. Die Kostenpauschale 86520 ist nur unter Angabe des verwendeten Arzneimittels berechnungsfähig.

Die KBV und der GKV-Spitzenverband haben sich außerdem darauf geeinigt, dass ab dem 1. Januar 2019 ein Arzt mit der Zusatzweiterbildung Palliativmedizin verpflichtend in der onkologischen Kooperationsgemeinschaft vertreten sein muss. Ärzte, die bereits vor dem 31. Dezember 2018 eine Genehmigung zur Teilnahme an der Onkologie-Vereinbarung erhalten haben, müssen den kooperierenden palliativmedizinischen Arzt bis spätestens 28. Februar 2019 an die Kassenärztliche Vereinigung, Fachbereich Qualitätssicherung, melden.

Die Kostenpauschale 86518 für die Palliativversorgung ist seit dem 1. Januar 2015 auch nach erfolgter Operation berechnungsfähig. Diese Regelung war befristet bis zum 31. Dezember 2018. Die Befristung wurde aufgehoben.

Zur Vereinbarung

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 13.12.2018

 
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