Sozialpsychiatrie-Pauschale ab 1. Januar 2019 besser vergütet

Die Vergütung in der interdisziplinären sozialpsychiatrischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen steigt zu Jahresbeginn um rund 14 Prozent. Dann wird jeder Behandlungsfall mit 186 Euro statt bisher mit 163 Euro bezahlt.

Die Pauschale berücksichtigt die überdurchschnittlich hohen Personalkosten der Leistungserbringer. Denn nach der Sozialpsychiatrie-Vereinbarung müssen dem Praxisteam mindestens ein Heilpädagoge und ein Sozialarbeiter – beziehungsweise eine entsprechende Zahl von Mitarbeitern mit jeweils vergleichbaren Qualifikationen – angehören. Auch sind im Bedarfsfall Kooperationen mit psychologischen Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie Sprach-, Ergo- und Physiotherapeuten nachzuweisen. Ab dem 351. Behandlungsfall sinkt die Vergütung pro Fall wieder auf 122.25 Euro.

Die Leistung war seit ihrer Einführung vor neun Jahren nicht neu bewertet worden, soll aber laut Ankündigung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) künftig jährlich überprüft werden. Die KBV konnte eine sogenannte Anpassungsklausel durchsetzen, die erstmals 2020 greift.

Infoseite QS-Leistung Sozialpsychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 16.11.2018

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