Längere Therapien für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung möglich

Für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung steht jetzt ein zusätzliches Stundenkontingent zur Verfügung, um Personen aus dem sozialen Umfeld in die Therapie einzubeziehen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat seine Richtlinie, die die Durchführung einer Psychotherapie zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung regelt, entsprechend ergänzt.

Menschen mit einer Intelligenzminderung haben häufig Schwierigkeiten, psychische Probleme wahrzunehmen, zu erkennen und in ihrem Alltag zu lösen. In diesen Fällen kann es notwendig sein, eine Bezugsperson bei der Behandlung der Störung einzubeziehen. Die Änderung der G-BA-Richtlinie macht es möglich, Bezugspersonen in die Therapie einzubinden, ohne dass dies vom Patientenkontingent abgezogen wird. Zur Verfügung stehen die weiteren Therapieeinheiten für die Psychotherapeutische Sprechstunde, die probatorischen Sitzungen und die Rezidivprophylaxe. Die erweiterte Behandlung gilt für Menschen, bei denen eine Diagnose entsprechend des Abschnitts „Intelligenzstörung“ (F70-F79) nach ICD-10 vorliegt.

Übersicht der neuen Kontingente

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 22.11.2018

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