Erinnerung: Neue Verordnungsformulare Medizinische Vorsorge von Eltern

Zum 1. Oktober wurden zwei neue vertragsärztliche Formulare für die Verordnung von medizinischer Vorsorge von Müttern und Vätern eingeführt. Die neuen Muster 64 und 65 gelten mit Stichtagsregelung, das heißt sie müssen seit Monatsanfang zwingend verwendet werden. Gegebenenfalls noch in der Praxis vorrätige Alt-Formulare für diese Leistung dürfen nicht ?aufgebraucht? werden.

Mit dem „Verordnungsformular für medizinische Vorsorge für Mütter und Väter“ (Muster 64) sowie das „Ärztliche Attest Kind“ (Muster 65), das ggf. für mit zu behandelnde Kinder benötigt wird, vereinheitlicht das Verordnungsverfahren für medizinische Vorsorgeleistungen weiter. Bisher gab es für diese Leistung unterschiedliche Formulare der Krankenkassen bzw. der Anbieter. Verordnungsfähig sind Leistungen zur medizinischen Vorsorge allein für Mütter oder Väter, aber auch Mutter- / Vater-Kind-Leistungen. Maßgeblich ist dabei die Indikation für den Elternteil. Müssen Kinder mit behandelt werden, ist das Formular 65 für jedes einzeln auszufüllen. Die neuen Formulare können von Vertragsärzten per Praxisverwaltungssoftware oder per Blankoformularbedruckung ausgestellt werden, eine Verordnung durch Vertragspsychotherapeuten ist nicht möglich. Das neue „Ärztliche Attest Kind“ wird künftig auch verwendet, wenn Müttern oder Vätern eine Reha-Leistung verordnet wird.

Im Einheitlichen Bewertungsmaßstab wurde für das Ausstellen des Formulars 64 die Gebührenordnungsposition (GOP) 01624 neu aufgenommen, die mit 22,37 Euro (210 Punkten) bewertet ist. Für das Ausstellen des Formulars 65 ist seit dem 1. Oktober die GOP 01622 (8,84 Euro / 83 Punkte) berechnungsfähig.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 30.10.2018

button_drucken
Copyright © Kassenärztliche Vereinigung Berlin