DMP-Verträge: Anpassung bei der Bearbeitung von Dokumentationsdaten

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat mit Beschluss vom 20. April 2017 (in Kraft getreten zum 1. Oktober 2017) die Inhalte zum Disease-Management-Programm Brustkrebs aktualisiert und in die DMP-Anforderungs-Richtlinie (DMP-A-RL) überführt. In der Richtlinie wurde aufgrund der Verlängerung der Teilnahmedauer von mindestens fünf Jahren die Regelung der Dokumentationsintervalle angepasst.

Die Folgedokumentation erfolgt innerhalb der ersten fünf Jahre nach histologischer Sicherung mindestens jedes zweite Quartal. Ab dem sechsten Jahr mindestens jedes vierte Quartal. Beim Auftreten eines neuen Ereignisses (lokoregionäres Rezidiv, kontralateraler Tumor, Fernmetastasen) erfolgt die Dokumentation innerhalb der nachfolgenden fünf Jahre nach histologischer Sicherung mindestens jedes zweite Quartal. Neu ist, dass eine zweite Folgedokumentation in dem gleichen Quartal zulässig ist, wenn das neue Ereignis nach bereits erfolgter Dokumentation auftritt.

Des Weiteren wurde die Aufbewahrung personenbezogener Daten neu geregelt und wird zum 1. Januar 2019 in Kraft treten. Demnach werden alle bei der Datenstelle eingegangenen beleghaften und beleglosen DMP-Dokumentationen und alle eingegangenen Kopien mit Datenkorrekturen/-ergänzungen 12 Jahre (statt bisher 15 Jahre), beginnend mit dem auf das jeweilige Erfassungsjahr der Dokumentation folgende Kalenderjahr aufbewahrt.

Der vollständige Vertragstext zur 10. Ergänzungsvereinbarung zum Vertrag vom 25.06.2007 über die Bearbeitung von Dokumentationsdaten gemäß Disease-Management-Verträgen zwischen den Krankenkassen/ - verbänden, der Arbeitsgemeinschaft (AG) DMP Berlin GbR, der Gemeinsamen Einrichtung (GE) DMP Berlin GbR und der data experts GmbH) ist online veröffentlicht.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 12.10.2018

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