FFR-Messung seit 1. Oktober GKV-Leistung

Ist die Indikation für eine Koronarintervention aufgrund des Befundes der Koronarangiographie nicht eindeutig, kann jetzt im Rahmen derselben Herzkatheteruntersuchung eine Messung der mykordialen fraktionellen Flussreserve (FFR) vom Patienten als GKV-Leistung in Anspruch genommen werden.

Dieses neue Verfahren, welches eine Aussage über die funktionelle Relevanz einer koronaren Stenose ermöglicht, kann sowohl als klassische FFR-Messung mit medikamentöser Vasodilatation erfolgen als auch ohne („instantaneous wave-free-ratio“, iFR).

Die dafür neu vereinbarte Gebührenordnungsposition (GOP) 34298 (EBM-Abschnitt 34.2.9) ist als Zuschlag zur GOP 34291 (Herzkatheteruntersuchung mit Koronarangiographie) einmal im Behandlungsfall ansetzbar. Die Vergütung mit 104,41 Euro (980 Punkte) erfolgt vorerst für zwei Jahre extrabudgetär. Für die Sachkosten wird die Kostenpauschale 40301 (660 Euro) in den EBM-Abschnitt 40.6 integriert.

Die Messung der mykordialen franktionellen Flussreserve darf nur von Fachärzten für Innere Medizin und Kardiologie mit einer Genehmigung der KV Berlin durchgeführt werden. Die zugrundeliegende QS-Vereinbarung für Leistungen der invasiven Kardiologie soll mit der Aufnahme der neuen GOP in den EBM bis spätestens 1. Januar 2019 angepasst werden, bis dahin gilt die alte Vereinbarung.

Weitere Informationen

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 12.10.2018

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