Verordnung von Kontrazeptiva auf Kassenrezept: EBM wurde angepasst

Seit Ende März können Versicherten unter 22 Jahren empfängnisverhütende Mittel auf Kassenrezept verschrieben werden. Damit auch das Einlegen, Wechseln oder die Entfernung eines Intrauterinpessars und die subkutane Applikation eines Depot-Kontrazeptivums für den erweiterten Altersbereich darunter fällt, war eine EBM-Änderung nötig. Diese ist zum 14. Juni 2019 in Kraft getreten.

Folgende GOPs wurden entsprechend angepasst:

  • GOP 01830: Einlegen, Wechseln oder Entfernung eines Intrauterinpessars
  • GOP 01832: subkutane Applikation eines Depot-Kontrazeptivums

Die Verordnung des Intrauterinpessares oder des subkutanen Depot-Kontrazeptivums kann somit ab sofort über ein Kassenrezept (Muster 16) erfolgen.

Nach Inkraftreten der Anhebung der Altersgrenze musste Patientinnen von 20 bis einschließlich 21 Jahren (also unter 22 Jahre) eine Privatrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) über die oben genannten Leistungen ausgestellt werden – die Verordnung des Intrauterinpessares oder des subkutanen Depot-Kontrazeptivums erfolgte ebenfalls privat. Die Patientinnen konnten die Kosten bei ihrer Krankenkasse zur Kostenerstattung einreichen. Dies ist durch die EBM-Änderung nun nicht mehr nötig.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin | Erstellt am: 19.06.2019

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