Verpflichtende Terminmeldung für die Terminservicestelle

Mit dem Inkrafttreten des Terminservice- und Versorgungsgesetz sind Vertragsärzte und -psychotherapeuten verpflichtet, Termine für die Terminservicestelle (TSS) zur Verfügung zu stellen (§ 75 Abs. 1b Satz 20 SGB V).

Die Ermittlung des zu erwartenden Terminbedarfs pro Fachgruppe und Tätigkeitsumfang je niedergelassenem und angestelltem Vertragsarzt und -psychotherapeut erfolgt auf Grundlage der Vermittlungsanfragen der vorhergehenden vier Quartale. Die Auswertung wird quartalsweise vorgenommen und der verpflichtende Meldebedarf entsprechend angepasst.

Nicht aufgelistete Fachbereiche melden bitte weiterhin Termine im bisher praktizierten Umfang.

Meldebedarf für das 3. Quartal 2019 je Versorgungsauftrag

FachgruppeVoll0,750,50,25
Psychologische
Psychotherapeuten *
Wahlweise 1 Termin pro Quartal zur psychotherapeutischen Akutbehandlung
oder zur Probatorischen Sitzung
Psychotherapeutisch
tätige Ärzte*
Wahlweise 1 Termin pro Quartal zur psychotherapeutischen Akutbehandlung
oder zur Probatorischen Sitzung
Fachärzte für Psychosomatische Medizin
und Psychotherapie*
Wahlweise 1 Termin pro Quartal zur psychotherapeutischen Akutbehandlung
oder zur Probatorischen Sitzung
Fachärzte für Psychiatrie 4 3 2 1
Fachärzte für Innere Medizin
mit Schwerpunkt Gastroenterologie
9 7 5 3
Fachärzte für Innere Medizin
mit Schwerpunkt Angiologie
3 3 2 1
Fachärzte für Innere Medizin
mit Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie
3 3 2 1
Fachärzte für Innere Medizin
mit Schwerpunkt Pneumologie
4 3 2 1
Fachärzte für Innere Medizin
mit Schwerpunkt Rheumatologie
4 3 2 1
Fachärzte für Nuklearmedizin 3 3 2 1

*Erläuterung zur Ermittlung des Meldebedarfs für die Fachgruppen Psychologische Psychotherapeuten, Psychotherapeutisch tätige Ärzte und Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie:

Zur Bedarfsermittlung in Bezug auf die Vermittlungswünsche zur Probatorischen Sitzung wurden aufgrund der Aufnahme der Probatorik ins Vermittlungsspektrum der TSS ab dem 1. Oktober 2018 die verfügbaren Quartale 4-2018 und 1-2019 zugrunde gelegt. Weiterhin musste für die Bedarfsermittlung berücksichtigt werden, dass der Gesetzgeber die Wartezeit auf einen durch die TSS zu vermittelnden Termin zur psychotherapeutischen Akutbehandlung von ehemals 4 auf 2 Wochen reduziert hat.

Da sich der Meldebedarf zunächst auf die kleinste Einheit von einem Termin pro Quartal beschränkt, wird bei der Meldepflicht nicht nach dem Tätigkeitsumfang unterschieden. Bei der Meldung von Terminen für die Probatorische Sitzung bitte darauf hinweisen, für welches Richtlinien-Psychotherapieverfahren diese angeboten wird.

Weitere Details sind in den fachgruppenspezifischen Rundschreiben aufgeführt.

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