Terminservicestelle der KV Berlin

Der Betrieb der Terminservicestellen (TSS) ist Teil des gesetzlichen Auftrags der Kassenärztlichen Vereinigungen. Die TSS unterstützt die gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten bei der Suche nach einem Termin für eine fachärztliche Behandlung oder hilft bei der Vermittlung in die psychotherapeutische Versorgung (Psychotherapeutische Sprechstunde, Akutbehandlung und Probatorik). Die Vermittlung von Terminen im haus- und kinderärztlichen Bereich gehört mit Inkrafttreten des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) ebenfalls zu den gesetzlichen Aufgaben der TSS.

Um diesen gesetzlichen Auftrag erfüllen zu können, ist die KV Berlin auf die Mitwirkung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgruppen sowie der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten angewiesen.

Wie kommt die Terminservicestelle an freie Termine?

Die Meldung ausreichend freier Termine liegt im Interesse aller Mitglieder der KV Berlin. Gelingt es der TSS nicht, in der vorgeschriebenen Frist zu vermitteln, haben die Patientinnen und Patienten einen gesetzlich verbrieften Anspruch auf einen Termin zur ambulanten Behandlung im Krankenhaus, und das diesbezügliche Honorar geht somit den Fachgruppentöpfen verloren.

Da es während des laufenden Praxisbetriebs für beide Seiten zu zeitintensiv und aufwendig wäre, kann die Terminservicestelle nicht im Bedarfsfall in einzelnen Praxen anrufen, um mögliche Termine zu erfragen. Die KV Berlin bittet ihre Mitglieder deshalb um Unterstützung:

  • Die Praxen werden gebeten, selbst freie Termine im Voraus zu melden. Dazu rät die KV Berlin, allen Praxen einige Termine für die Servicestelle vorzuhalten.
  • Bei der Terminwahl sind die ärztlichen und psychotherapeutischen Praxen völlig frei. Genauso wie die Servicestelle nicht zur Wunschpraxis vermittelt, vermittelt sie auch keine Wunschtermine. Lediglich bei der Zeitspanne für die Terminslots sollten sich alle, die Termine übermitteln, ungefähr an der Dauer eines „gewöhnlichen“ Ersttermins orientieren.

Wie werden freie Termine an die TSS gemeldet?

Für die Terminmeldung gibt es zwei Wege:

  1. Der eTerminservice der TSS ermöglicht es, Termine eigenständig und flexibel melden und verwalten zu können. Die Webanwendung ist über das Online-Portal der KV Berlin erreichbar.
    zur Anleitung
  2. Manuelle Meldung von Terminen mittels Formular an die TSS (Kontaktdaten im Formular). Die Termine werden durch die TSS in den eTerminservice übertragen:
    • Meldebogen (PDF, 468 KB [2 Seiten]) für Facharzttermine
    • Meldebogen (PDF, 613 KB [2 Seiten]) für Haus- und Kinderarzttermin
    • Meldebogen (PDF, 432 KB [2 Seiten]) für die Vermittlung von Terminen für die psychotherapeutische Sprechstunde, die Akutbehandlung und Probatorik
    Hinweis: Die in den Formularen genannten Kontaktdaten sind ausschließlich für die Kommunikation zwischen Praxen und der Terminservicestelle reserviert. Für Patienten werden andere Kontakte vorgehalten.

Um Aufwand für Praxen und Servicestelle zu minimieren, empfiehlt die KV Berlin, Termine gesammelt für einen Zeitraum von einigen Wochen vorab zu melden. Um Beachtung von Urlaubs- und anderen Abwesenheitszeiten in der Praxis wird gebeten.

Terminbestätigung und -freigabe:

Rückmeldung über einen gebuchten Termin erfolgt von der TSS per E-Mail oder Fax und zusätzlich telefonisch durch den Versicherten. Dazu muss der TSS eine gültige E-Mail-Adresse bekannt sein, die regelmäßig abgerufen wird. Die Rückmeldung der Servicestelle enthält mindestens:

  • den gebuchten Termin
  • die Initialen des Patienten
  • den Dringlichkeitscode
  • oder ggf. eine Terminabsage.

Nicht gebuchte Termine werden durch den eTerminservice 5 Tage vor dem Ereignis geblockt und können somit nicht mehr durch die Servicestelle vermittelt werden. Sie stehen Ihnen automatisch wieder für den regulären Praxisbetrieb zur Verfügung.

Hintergrund: Gesetzliche Vorgaben der TSS

    • Die Terminservicestellen sollen Patienten innerhalb einer Woche einen Termin für eine ärztliche Behandlung bzw. einen Termin zur psychotherapeutischen Versorgung (Erstgespräch im Rahmen der Psychotherapeutischen Sprechstunde und ggf. Akutbehandlung oder zur Probatorik) mit maximal vier Wochen Wartezeit vermitteln, bei der psychotherapeutischen Akutbehandlung darf die Wartezeit nach den neuen Regelungen des TSVG nicht mehr als 2 Wochen betragen. Voraussetzung dafür ist in der Regel eine Überweisung mit Dringlichkeitscodierung, die den Behandlungsbedarf (innerhalb von vier Wochen (bzw. zwei Wochen)) feststellt. Die psychotherapeutische Akutbehandlung und Probatorik muss auf dem PTV 11 verordnet werden.
      Ausnahmen: Einen Termin beim Augenarzt oder Gynäkologen und auch zur Psychotherapeutischen Sprechstunde bei einem Psychotherapeuten sowie im Regelfall auch zu Haus-, Kinder- und Jugendärzten müssen die Servicestellen den Patienten auch ohne Überweisung vermitteln.

  • Wichtig! Ein Anspruch auf einen Termin bei einem bestimmten Arzt oder Psychotherapeuten besteht nicht. Im Gesetz heißt es lediglich, dass die Entfernung zwischen Wohnsitz und Praxis "zumutbar" sein muss. Konkret bedeutet dies, dass die maximale Fahrtzeit für Patienten vom Wohnort zur Praxis bei Fachärzten der Grundversorgung maximal 30 Minuten betragen soll, bei spezialisierten Fachärzten höchstens 60 Minuten. Es kann also davon ausgegangen werden, dass annähernd jede Wegstrecke innerhalb Berlins nach diesen Vorgaben zumutbar ist.
  • Ebenso wenig muss die Terminservicestelle spezielle Wünsche hinsichtlich bestimmter Wochentage oder Uhrzeiten berücksichtigen. Für verschiebbare Routineuntersuchungen und Bagatellerkrankungen gilt die Vier-Wochen-Frist nicht.
  • Falls es nicht gelingt, rechtzeitig einen Termin beim Arzt bzw. Psychotherapeuten zu vermitteln, muss die Servicestelle laut Gesetz zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus vermitteln. Die Behandlungskosten müssen aus dem KV-Budget bezahlt werden, also aus dem Honorar der Vertragsärzte.

Praxis-Service

KBV-Praxisinformation:
Kurz erklärt: der eTerminservice
(PDF, 476 KB [4 Seiten])

Schulungsvideos eTerminservice

Terminmeldebögen:
Termine Facharzt
(PDF, 468 KB [2 Seiten])

Termine Haus- u. Kinderarzt
(PDF, 613 KB [2 Seiten])

Termine psychotherapeutische Sprechstunde, Akutbehandlung und Probatorik
(PDF, 432 KB [2 Seiten])

Aktuell

„Webpatient“ ab 01.11.2019:
Patienten können selbst Termine einsehen und buchen

Meldepflicht:
Meldebedarf für das 4. Quartal 2019

Kurzübersicht TSVG:
Wichtige Neuerungen zur Terminvergabe

(PDF, 619 KB [2 Seiten])

Rundschreiben vom 15.04.2019:
TSVG: Information für Hausärzte, Kinder- und Jugendmediziner

(PDF, 241 KB [3 Seiten])

Terminservice für Patienten

Rufnummer:
116117

Erreichbarkeit:
Mo-Fr.: 09.00-15.00 Uhr

Online-Kontaktformular

Patienteninformationen zum Herunterladen:
Terminservicestelle – Vermittlung von Arzt-Terminen aller Fachrichtungen
Stand: Juli 2019 (PDF, 214 KB [1 Seite])

Terminservicestelle – Vermittlung zur psychotherapeutischen Versorgung
Stand: Juli 2019 (PDF, 210 KB [2 Seiten])
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