Kooperation von KV Berlin und LAGeSo

Die KV Berlin und das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) arbeiten zusammen, um den niedergelassenen Ärzten Berlins zeitnah infektiologische Entwicklungen in der Stadt mitteilen zu können.

Ob Masern, Influenza oder Norovirus: Wir informieren Sie per Mail und auf unserer Homepage über aktuelle infektionsmedizinische bzw. epidemiologische Auffälligkeiten, gegebenenfalls auch über Symptome und Meldepflicht.

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Verwendungsstopp für Implantate der Firma Silimed

Im Rahmen einer Überprüfung des Herstellungsprozesses von Silimed durch den TÜV Süd wurden bei einigen Brustimplantaten Partikel auf der Oberfläche festgestellt. Deshalb wird das erteilte CE-Zertifikat bis zum 17. Dezember 2015 ausgesetzt. Als reine Vorsichtsmaßnahme sollen diese Implantate in der Zwischenzeit nicht weiter eingesetzt werden. Um welche Chargen/Seriennummern es sich handelt, ist einer Information des BfArM zu entnehmen.

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Masern in Berlin

Von Oktober 2014 bis August 2015 erkrankten im Rahmen des größten Masernausbruchs seit 2001 insgesamt 1.359 Personen. Der letzte Erkrankungsfall, der diesem Ausbruch zugeordnet wird, wurde am 20. August 2015 gemeldet.

Dies bedeutet natürlich nicht, dass künftig in Berlin keine Masernerkrankungen mehr zu erwarten sind!

Die dazu notwendige Durchimpfungsrate von 95% der Berliner Bevölkerung mit 2 Schutzimpfungen gegen Masern pro Person konnte trotz intensiver Bemühungen vieler Akteure im Berliner Gesundheitswesen bisher nicht erreicht werden.

Aber es bedeutet, dass die im Rahmen des Ausbruchsgeschehens von der STIKO empfohlene vorgezogenene Masernimpfung für Säuglinge im Alter von 9-11 Monaten entfällt. Das ab sofort wieder empfohlene Alter für die erste Impfdosis ist 11-14 Monate. Es gibt jedoch

Ausnahmen:

  • Säuglinge, die vor dem Alter von 11 Monaten in eine Gemeinschaftseinrichtung aufgenommen werden.
  • Säuglinge von Asylbewerbern, die bereits in Gemeinschaftseinrichtungen leben (z.B. Zentrale Aufnahmestelle, Wohnheime)

erhalten die 1. Impfdosis weiterhin ab 9 Monaten!

 

Masernerkrankungen sind meldepflichtig: Namentlich gemeldet werden müssen dem für den Aufenthalt des Betroffenen zuständigen Gesundheitsamt bereits der klinische Verdacht sowie die manifeste Erkrankung und Todesfälle. Diese Meldung muss spätestens innerhalb von 24 Stunden nach erlangter Kenntnis erfolgen. Es empfiehlt sich deshalb, die erforderlichen Meldeformulare in der Praxis vorrätig zu haben. Die Formulare erhalten Sie bei dem für Ihre Praxis zuständigen Gesundheitsamt.

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Änderung des Infektionsschutzgesetzes am 29.03.2013 in Kraft - Erweiterte Meldepflicht für impfpräventable Erkrankungen und Verkürzung der Meldefristen

Am 29.03.2013 trat das Gesetz zur Durchführung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) und zur Änderung weiterer Gesetze (IGV-DGuaÄndG) in Kraft. Neben anderen Änderungen ist u. a. der Abschnitt Meldewesen im Infektionsschutzgesetz (IfSG) mit spürbaren Auswirkungen auch für die Ärzteschaft betroffen. Die wichtigsten Änderungen betreffen zum einen die Ausweitung der Meldepflicht auf vier impfpräventable Erkrankungen und zum anderen die Verkürzung der Meldefrist auf 24 Stunden u. a. für behandelnde Ärzte und untersuchende Labore. Ausführliche Informationen finden Sie hier.

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DRUCK-Studie: Drogen und chronische Infektionskrankheiten in Deutschland

Um die Verbreitung von HBV, HCV und HIV bei intravenös injizierenden Drogengebrauchern (IVD) sowie deren Verhalten, Einstellungen und Wissen zu diesen Infektionskrankheiten in Städten mit größerer Drogenszene besser kennen zu lernen und zu erfassen, hat das RKI die DRUCK-Studie (Drogen und chronische Infektionskrankheiten in Deutschland) initiiert. Die Ergebnisse sollen in gezielte Präventionsempfehlungen zum Schutz vor HIV und Hepatitiden bei IVD einfließen. Im Epidemiologischen Bulletin 33/2012 werden die Ergebnisse der Pilotstudie, die im Jahr 2011 in Berlin und Essen durchgeführt wurde, präsentiert. Inzwischen laufen die Vorbereitungen für die DRUCK-Hauptstudie, die voraussichtlich zwischen Herbst 2012 und Mitte 2014 in sechs weiteren Städten durchgeführt werden wird.

Hinweise zu Impfungen Drogenabhängiger

Hepatitis A: möglich zu Lasten der GKV als Indikationsimpfung für Personen mit einem Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung (z.B. "Drogenstrich") oder Personen mit Krankheiten der Leber/mit Leberbeteiligung (z.B. Hephatitis C) (Anlage 1 SiR [Seite 9 / Punkte 1. und 2.])

Hepatitis B: möglich zu Lasten der GKV als Indikationsimpfung bei Drogenabhängigkeit oder bei Patienten mit chronischer Leberkrankheit / Krankheit mit Leberbeteiligung (z.B. Hephatitis C), HIV-Positive oder Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung (Anlage 1 SiR [Seite 12/Punkte 1., 3. und 4.])

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Epidem. Wochenbericht

Im Blickpunkt

Robert Koch-Institut:
Flussschema zur Abklärung von MERS-Verdachtsfällen
Stand: 24.06.2015
(PDF, 90 KB [1 Seite])

Im Blickpunkt

Robert Koch-Institut Juli 2014:
Aktualisierter RKI-Ratgeber Pertussis
(PDF, 109 KB [7 Seiten])

Robert Koch-Institut Juni 2014:

Aktualisierter RKI-Ratgeber Kryptosporidiose
(PDF, 50 KB [4 Seiten])

Robert Koch-Institut Mai 2014:
Aktualisierter RKI-Ratgeber Masern
(PDF, 288 KB [10 Seiten])
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