ZI-Studie zu Praxiskosten geht in die siebente Runde - Befragung startet am 17. Juni 2016

ZiPP-Logo Mehrere tausend niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten sind wieder aufgefordert, Auskunft zur wirtschaftlichen Situation ihrer Praxis zu geben. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung schreibt dazu etwa jede zweite Praxis an. Die Befragung liefert wichtige Daten für die Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen und für die Weiterentwicklung des EBM. Je größer der Rücklauf ist, desto aussagefähiger sind die Informationen.

Befragung läuft vom 17. Juni bis Ende September

Im Rahmen der siebten Erhebungsrunde erhalten ab dem 3. Juni rund 47.200 Praxen von Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten ein erstes Schreiben des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) mit allen wichtigen Informationen und der Bitte um Teilnahme am Zi-Praxis-Panel (ZiPP).

Das ZiPP stellt eine wichtige Datengrundlage für die Honorarverhandlungen von KBV und Krankenkassen sowie für die Weiterentwicklung des EBM dar. Diese sind gesetzlich verpflichtet, die Entwicklung der Betriebs- und Investitionskosten bei der jährlichen Anpassung des Orientierungswertes und damit der Preise ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen zu berücksichtigen.

Mit dem Praxis-Panel untersucht das Zi die Wirtschaftslage und die Versorgungsstrukturen in den Praxen niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten. Die Erhebung erfolgt seit 2010 jährlich im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigungen und der KBV. In den vergangenen Jahren konnte das ZiPP stets auf Nachholbedarf bei der Vergütung verweisen. Seit Herbst 2015 besteht zudem ein Vertrag zwischen dem Zi und dem Institut des Bewertungsausschusses (InBA), ausgewählte ZiPP-Daten zu analysieren – etwa für die Weiterentwicklung des EBM.

Wirtschaftsjahre 2012 bis 2015 im Fokus

Bei der aktuellen Befragung geht es um Daten aus dem Zeitraum 2012 bis 2015, zum Beispiel zu Aufwendungen und Erlösen der Praxis aus kassen- und privatärztlicher Tätigkeit. Auch Informationen zur Personalausstattung, zur Versorgungsstruktur sowie zur Arbeitszeit der Praxisinhaber und Praxismitarbeiter werden benötigt.

Für die Teilnehmer: Aufwandsentschädigung

Die angeschriebenen Ärzte und Psychotherapeuten bekommen ab dem 17. Juni einen mehrseitigen Fragebogen, den sie bis Ende September ausfüllen sollen. Die Finanzangaben zur Praxis müssen vom Steuerberater testiert werden. Für den Aufwand bei Arzt und Steuerberater zahlt das Zi eine Aufwandspauschale von 200 Euro für Einzelpraxen und 350 Euro für Gemeinschaftspraxen.

Praxisberichte für Teilnehmer

Praxen, die online ihre Daten erfassen und übermitteln, erhalten kostenfrei einen persönlichen Finanzbericht mit Planungsoption. Die sogenannte Chefübersicht gibt dem Praxisinhaber einen Überblick zu den Praxisfinanzen und unterstützt ihn bei der Planung des kommenden Jahres.

Nach Abschluss der Datenauswertung erhalten alle Teilnehmer einen individuellen Praxisbericht mit Vergleichskennzahlen. Anhand der Kennzahlen können sie einschätzen, wo ihre Praxis im Vergleich zur Fachgruppe wirtschaftlich steht.

Das ZiPP ist die einzige fachübergreifende repräsentative Erhebung, die eine Beurteilung der wirtschaftlichen Situation der Praxen über mehrere Jahre zulässt. An den vergangenen sechs Erhebungen haben sich bereits knapp 15.000 Ärzte und Psychotherapeuten aus rund 11.800 Praxen beteiligt. Alle diese Ärzte und Psychotherapeuten wurden jetzt wieder angeschrieben. Weitere Praxen wurden per Zufallsprinzip ausgewählt.

Hotline für Rückfragen

Für alle Rückfragen bietet das ZI den Ärzten und Psychotherapeuten eine Telefon-Hotline unter der Nummer 030 4005-2444 an. Weitere Informationen: www.zi-pp.de

Zurück zur Themenübersicht

(Quelle: KV Berlin/KBV)

Zi-Web-Video

button_drucken
Copyright © Kassenärztliche Vereinigung Berlin