Formlose Erklärung zur Bestellung der TI

[News - Februar 2019]

Der Bundestag hat die Frist für die Anbindung der Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) bis zum 30. Juni 2019 verlängert. Gebunden ist diese Frist allerdings an die verbindliche Bestellung der erforderlichen Komponenten bis spätestens zum 31. März. Die Erklärung, dass der Auftrag erfolgt ist, können Mitglieder formlos bei der KV Berlin abgeben.

Der schnellste Weg führt über das Online-Portal, hier kann ganz einfach ein Haken gesetzt werden, der den getätigten Bestellvorgang bestätigt. Alternativ wird die KV Berlin zur Honorarabrechnung für das erste Quartal 2019 eine Anlage zur Sammelerklärung bereitstellen, auf der ebenfalls formlos die fristgerechte Beauftragung des TI-Anschlusses angekreuzt werden kann. Für beide Wege gilt, dass über diese einfache Bestätigung hinaus keine Belege oder ähnliches bei der KV eingereicht werden müssen. Diese sollten allerdings sorgfältig aufbewahrt werden, damit sie gegebenenfalls auf Anforderung vorgelegt werden können.

Sollte nach dem Nachweis der Bestellung (Seite 2) bis Ende Juni kein TI-Anschluss in der Praxis vorhanden sein, erfolgt ab dem dritten Quartal 2019 ein Honorarabzug in Höhe von einem Prozent. Zu beachten ist, dass § 291 Abs. 2 SGB V nicht nur den Anschluss an die Telematikinfrastruktur verbindlich vorschreibt, sondern dass die Teilnehmer an der vertragsärztlichen Versorgung auch gesetzlich verpflichtet sind, die Online-Prüfung der Versichertenkarten in der Praxis vorzunehmen. Dieses sogenannte Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) ist somit ebenfalls zwingend nachzuweisen, um einen Honorarabzug zu vermeiden.

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