Proteste erfolgreich: Auch Bestellfrist für TI-Komponenten verlängert, Nachweis auf Anforderung

Praxen bekommen jetzt doch Zeit bis Ende März 2019, um die technische Ausstattung für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) zu bestellen. Nachdem zwar die Frist für die Nutzung der Telematikinfrastruktur offiziell bis Ende Juni 2019 verlängert wurde, der Auftrag für die TI-Komponenten aber dennoch bis Ende dieses Jahres erfolgen sollte, hatte es wieder massive Proteste der Ärzteschaft gegeben.

Anfang Oktober verkündete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine sechsmonatige Verlängerung für die Installation der Telematikinfrastruktur. Erst ab dem 1. Juli 2019 sollten Sanktionen im Sinne von Honorarkürzungen wirksam werden, wenn bis dahin in der Praxis kein Versichertenstammdatenmanagement erfolgt wäre. Es blieb allerdings dabei, dass die technische Ausstattung für die Anbindung trotzdem innerhalb der vorher geltenden Frist – bis Jahresende 2018 – bestellt sein musste.

Gegen diese Regelung hatte sich unter anderem die Kassenärztliche Bundesvereinigung heftig gewehrt und eine bedingungslose Entfristung gefordert. Denn an der Problematik, dass es nur zwei Anbieter mit zertifizierten TI-Komponenten auf dem Markt gab, hatte sich bis dato noch nichts geändert. Die Beschlussfassung zur Verlängerung der Bestellfrist für Konnektor und Co. bis zum 30. März 2019 erfolgte dann am letzten Freitag. Ebenfalls seit letzter Woche ist auch offiziell ein dritter Hersteller für die Telematikinfrastruktur-Ausstattung zertifiziert.

Praxen werden gebeten, der KV Berlin nicht unaufgefordert ihre Bestellungen oder Bestätigungen für die TI-Komponenten zukommen zu lassen. Diese werden im Zweifel zu Prüfzwecken individuell angefordert und sollten daher aber, wie alle wichtigen Geschäftsunterlagen, aufbewahrt werden.

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