Neue Entwicklungen in der Telematikinfrastruktur - Anbindung, Finanzierung, Komponenten

November 2018

Proteste erfolgreich: Auch Bestellfrist für TI-Komponenten verlängert, Nachweis auf Anforderung

Praxen bekommen jetzt doch Zeit bis Ende März 2019, um die technische Ausstattung für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) zu bestellen. Nachdem zwar die Frist für die Nutzung der Telematikinfrastruktur offiziell bis Ende Juni 2019 verlängert wurde, der Auftrag für die TI-Komponenten aber dennoch bis Ende dieses Jahres erfolgen sollte, hatte es wieder massive Proteste der Ärzteschaft gegeben. [weiter]

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Dritter Konnektor für die TI zugelassen

Praxen haben jetzt für die Einrichtung der Telematikinfrastruktur einen weiteren Konnektor zur Auswahl. Die gematik hat einen dritten Hersteller zertifiziert. [weiter]

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Oktober 2018

Erfolg der Ärzteschaft: TI-Frist wird bis 30. Juni 2019 verlängert

Der Bundesgesundheitsminister hat offiziell bestätigt, dass die Frist für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) um ein halbes Jahr verlängert wird. [weiter]

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September 2018

Ab dem 1. Oktober 2018: Auszahlung des Komplexitätszuschlags für mittlere und große Praxen

Um mittleren und großen Praxen die Anbindungskosten an die TI zu finanzieren, haben sich KBV und GKV-Spitzenverband über die Auszahlung eines einmaligen Komplexitätszuschlags verständigt. Die Details für den Auszahlungsprozess sind in der TI-Finanzierungsvereinbarung (Anlage 32 BMV-Ä) festgelegt.[weiter]

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Telekom startet mit Verkauf von Hardware und Praxisausweis

Seit Anfang September 2018 ist auch die Telekom-Tochter T-Systems mit einem sogenannten Starterpaket für die Anbindung der Telematikinfrastruktur auf dem bislang monopolistischen Markt vertreten. Das Starterpaket, offiziell „Medical Access Port-Bundle,“ enthält einen Konnektor und wahlweise ein stationäres Kartenterminal oder eine Tastatur. Der sichere Anschluss und weitere Serviceleistungen des Anbieters sind ebenfalls inklusive. Vor der Installation muss ein elektronischer Praxisausweis (SMC-B) vorhanden sein, der seit kurzem neben der Bundesdruckerei und medisign auch über T-Systems erhältlich ist.

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August 2018

Dritter Anbieter für Praxisausweise (SMC-B Karte) auf dem Markt

Die KBV hat T-Systems, ein Unternehmen der Telekom, Mitte August als Hersteller für Praxisausweise zugelassen. Dieser wird für 465 Euro angeboten und entspricht somit der Summe, die Arztpraxen aus der TI-Finanzierungsvereinbarung erstattet bekommen. Der Ausweis sollte etwa vier Wochen vor dem geplanten Installationstermin des TI-Anschlusses beantragt werden.
[Weitere Informationen] und [zur Bestellung]

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Achtung: Einwahl zur Online-Abrechnung mit einfachem Passwort ab sofort abgeschaltet!

Wie bereits angekündigt: Der Verbindungsaufbau (VPN-Einwahl) mit einfachem Passwort zum Online-Portal ist aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich. Ab sofort ist das Online-Portal der KV Berlin zur erreichen über:

  • KV-FlexNet (Passwort + Yubikey)
  • Telematikinfrastruktur
  • KV-SafeNet (Router-Zugang)

Für Praxen, die bereits einen dieser Zugänge nutzen, ändert sich durch die Abschaltung nichts! Für die übrigen Praxen gilt: Die Umstellung von der Einwahl mit einfachem Passwort auf KV-FlexNet ist mit wenigen Handgriffen bewerkstelligt. Wir empfehlen jedoch dringend, dies rechtzeitig vor der nächsten Online-Abrechnung einmal durchzuführen bzw. auszuprobieren.[weiter]

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Juli 2018

TI-Komponenten: Zweiter Konnektor und mobile Kartenleser zugelassen

Die gematik hat über mehrere Zulassungen für Komponenten der Telematikinfrastruktur informiert. Mit dem T-Systems Konnektor steht jetzt die lange erwartete Alternative zum Koco-Box Konnektor der CGM zur Verfügung. Ebenfalls zugelassen wurden zwei mobile Kartenterminals (Ingenico und Cherry). Zwei Bestandsgeräte von Ingenico und Zemo können zudem per Update TI-fähig gemacht werden, nähere Information dazu finden Sie [hier].

Wichtig: die mobilen TI-Kartenterminals sind zwar in der Lage, das auf der eGK gespeicherte Ablaufdatum der Karte auszuwerten, bedienen aber nicht das Versicherten-Stammdatenmanagement (VSDM). VSDM kann aus technischen Gründen nur über das stationäre Kartenterminal durchgeführt werden.

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TI-Finanzierung: Weitere Änderungen der Vereinbarung beschlossen

Ende Mai 2018 haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband auf neue Eckpunkte zur Finanzierung der Anbindungskosten an die Telematikinfrastruktur geeinigt, die entsprechende Änderungsvereinbarung wurde jetzt unterzeichnet. Einzelheiten über die gestiegenen Erstattungspauschalen sind im PID Nr. 7 – Juni 2018 dargestellt. Darüber hinaus konnte die KBV erreichen, dass Praxen, die Anspruch auf mehrere stationäre Kartenterminals haben, einen Komplexitätszuschlag erhalten. Insgesamt ergeben sich folgende Pauschalen:

Höhe der Pauschalen

Quartal, ab dem TI und VSDM einsatzbereitPauschale für Konnektor und ein oder mehrere stationäre Kartenterminals
Anzahl Ärzte / Psychotherapeuten in der Praxis (Vollzeitäquivalent)
(der höhere Betrag für größere Praxen soll die Beschaffung von mehreren Kartenterminals abdecken)
Bis zu drei mehr als drei bis sechs mehr als sechs
3/2018 € 2.154,00 € 2.589,00 € 3.024,00
ab 4/2018 € 1.982,00 € 2.417,00 € 2.852,00

Der Anspruch gilt rückwirkend, so dass auch bereits ausgestattete Praxen den Zuschlag erhalten. Es sind keine weiteren Anträge o.ä. notwendig. Der Zuschlag wird nach Größe (kumuliertes Vollzeitäquivalent) gestaffelt: Praxen mit mehr als drei Vertragsärzten erhalten 230 Euro, Praxen mit mehr als sechs Vertragsärzten dann 460 Euro. Sofern auf Bundesebene die Einzelheiten hierzu geklärt sind, wird die KV Berlin die zusätzliche Erstattung vornehmen.

Auch wurde eine weitere Besuchsleitung in die Liste der Leistungen aufgenommen, die einen Anspruch auf ein mobiles Kartenterminal definieren: GOP 01721 „Besuch im Rahmen einer Kinderfrüherkennungsuntersuchung“. Die Vertragspartner einigten sich zudem auf die Regelungen, nach denen stichprobenartig überprüft werden soll, ob Praxen die Voraussetzungen für die Erstattung der technischen Komponenten erfüllen.

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Juni 2018

TI-Finanzierung: Praxen erhalten ab Juli 2018 deutlich mehr für den Konnektor

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband haben sich auf eine Anpassung der Finanzierungsvereinbarung (Anlage 32 BMV-Ä) geeinigt. Diese gilt ab Juli 2018 unbefristet. Weitere Informationen finden Sie [hier].

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Mai 2018

Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit vom 14. Mai 2018

In Reaktion auf die mediale Berichterstattung äußert sich das BGM in einem Schreiben an die Körperschaften der Selbstverwaltung zur Zukunft der elektronischen Gesundsheitskarte und Aufbau der Telematikinfrastruktur. [Zum Brief des BGM].

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April 2018

Telematikinfrastruktur: Serviceheft der KBV informiert zum Anschluss der Praxis

Die Telematikinfrastruktur (TI) soll zukünftig Praxen, Krankenhäuser, Apotheken und weitere Akteure des deutschen Gesundheitssystems digital vernetzen. In Berlin sind bereits 300 Praxen (Stand: Ende April) an die Telematikinfrastruktur angeschlossen. Was niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten für ihren Anschluss benötigen und wie es mit der Finanzierung aussieht, hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in ihrer Broschüre „Telematikinfrastruktur“ zusammengefasst. Weitere Informationen finden Sie [hier].

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Ohne TI-Anschluss Honorarabzug

Auf politischer Ebene ist derzeit leider keine Bereitschaft erkennbar, den gesetzlich festgelegten Termin 1.1.2019 zu verschieben, ab dem 1% Honorarabzug erfolgt, wenn die Praxis nicht an die TI angeschlossen ist. Daher empfehlen wir Ihnen, den TI Anschluss möglichst noch für dieses Jahr zu planen, wenngleich allen Praktikern klar ist, dass dies flächendeckend nicht zu stemmen sein wird.

Mehr Informationen

In Berlin sind bereits
  1.300 Praxen
an die Telematikinfrastruktur angeschlossen

Infoseite

Kostenerstattung durch die KV Berlin

FAQs
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