Ambulante Krebstherapie in Berlin

In Berlin erkranken jedes Jahr mehr als 15.000 Menschen neu an Krebs, deutschlandweit sind es nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts mehr als 480.000*. Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei den unter 65-jährigen Berlinern ist eine Krebserkrankung sogar die häufigste Todesursache.

Fortschritte in der Therapie ermöglichen die ambulante Behandlung

Die medikamentöse Krebstherapie hat in den letzten 20 Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Durch die Einführung neuer, hochwirksamer und besser verträglicher Medikamente haben sich die Behandlungsmöglichkeiten von Tumorerkrankungen erheblich verbessert. Zu der konventionellen Tumorbehandlung mit Chemotherapeutika sind hochspezifische Immuntherapien mit Antikörpern und Hemmstoffen von Tumorwachstumsfaktoren gekommen. Zudem lassen sich mit begleitenden Maßnahmen die Einschränkungen der Lebensqualität durch die Nebenwirkungen der Therapie deutlich vermindern. Auf diese Weise können heute fast alle Krebserkrankungen ambulant behandelt werden. Für die Betroffenen und deren Angehörige stellt dies nicht nur eine erhebliche Erleichterung und Verbesserung ihrer Versorgung dar, sondern gleichzeitig eine Erhöhung bzw. Aufrechterhaltung ihrer Lebensqualität.

Vorteile einer ambulanten Therapie in der Praxis

  • Krebspatienten werden während der Dauer ihrer Erkrankung von einem einzigen Facharzt mit viel persönlicher Zuwendung betreut – der Patient hat immer denselben Spezialisten als Ansprechpartner.
  • Die Behandlung erfolgt wohnortnah und in vertrauter Umgebung.
  • Die Versorgung reicht von der medikamentösen Behandlung bis zur psychosozialen Unterstützung. Der Patient erhält eine seiner individuellen Krankheitssituation und seinen persönlichen Bedürfnissen angepasste Betreuung aus einer Hand.
  • Die Behandlung in den Praxen unterliegt einer strengen Qualitätskontrolle durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin. Nur erfahrene, hochspezialisierte Ärzte, die die Qualitätsanforderungen erfüllen, dürfen gesetzlich krankenversicherte Tumorpatienten versorgen.
  • Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten, Krankenhäusern und Tumorzentren garantiert höchste Qualität und Fachkompetenz
  • Die Behandlung in den Praxen ist zudem preisgünstiger als im Krankenhaus. Dies haben in Berlin auch die Krankenkassen erkannt. Im Rahmen von Zusatzvereinbarungen zur bundeseinheitlich geltenden Onkologie-Vereinbarung, in denen ergänzende Qualitätsstandards geregelt sind, fördern sie den besonderen Aufwand für die qualifizierte ambulante Versorgung krebskranker Patienten in den Praxen mit zusätzlichen Geldern.

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Das Versorgungskonzept: Von der Chemotherapie bis zur psychologischen Betreuung

Das flächendeckende, hochspezialisierte ambulante Berliner Versorgungsangebot ermöglicht Krebspatienten, dass sie ohne Aufnahme in ein Krankenhaus betreut werden und sie weiter in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung leben können. In den onkologischen Schwerpunktpraxen werden alle medizinischen Behandlungen bei Blut- und Krebserkrankungen durchgeführt. Neben der konventionellen Tumorbehandlung mit Chemotherapeutika werden auch Immuntherapien, Bluttransfusionen sowie Schmerz- und Hormontherapien eingesetzt. In einigen Praxen unterstützen Ernährungsberater, Sozialarbeiter und Psychologen die Arbeit der Ärzte. Die Behandlung erfolgt nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und in enger Zusammenarbeit mit den Hausärzten sowie Ärzten aus anderen Facharztpraxen und Krankenhäusern. (Daten und Fakten zur ambulanten Krebstherapie in Berlin)

Ein wichtiger Bestandteil der ambulanten Krebstherapie ist SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung). Im Rahmen dieses Vertrages werden u.a. schwerkranke Tumorpatienten auch am Lebensende zu Hause betreut.

 

*Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland 2016. Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut (Hrsg). Berlin, 2016

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(Quelle: KV Berlin)

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