Hausarztzentrierte Versorgung

arztpatient Der Gesetzgeber hat die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, für ihre Versicherten so genannte Hausarztprogramme anzubieten. Seit Inkrafttreten dieser Vorgabe sind bundesweit bereits zahlreiche Hausarztverträge zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) sowie gesetzlichen Krankenkassen geschlossen worden. Die Teilnahme ist für Vertragsärzte ebenso wie für Versicherte freiwillig.

Hausarztverträge sind passgenaue Versorgungskonzepte für die Versichertenstruktur der jeweiligen Krankenkasse, die sich je nach Vertragspartner in der konkreten Ausgestaltung unterscheiden.

Folgende Kernpunkte sind u.a. jedoch in allen Hausarztverträgen formuliert:

  • Der Hausarzt ist bei medizinischen Behandlungen in jedem Fall erster Ansprechpartner für einen Versicherten/Patienten. Er übernimmt die Rolle des Lotsen im Gesundheitswesen und damit die zentrale Steuerungs- und Koordinationsaufgabe.
  • Der Versicherte verpflichtet sich, bei gesundheitlichen Problemen immer erst den Hausarzt aufzusuchen. Dieser entscheidet, ob gegebenenfalls eine Überweisung an einen anderen Facharzt erfroderlich ist. Ausgenommen von dieser Regelung sind Gynäkologen und Augenärzte
  • Der Hausarzt begleitet den Versicherten/Patienten durch die ärztliche Versorgung und koordiniert die Übergänge zur fachärztlichen, stationären und weiterführenden Versorgung.
  • Er weist den Versicherten/Patienten auf wichtige Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen hin.
  • Der Hausarzt wirkt auf ein präventives Gesundheitsverhalten des Versicherten/Patienten hin.

Derzeit besteht im Bereich der KV Berlin ein Vertrag über die hausarztzentrierte Versorgung mit der Knappschaft (Infoseite zum Hausarztvertrag mit der Knappschaft).

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(Quelle: KV Berlin)

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