Neuartiges Coronavirus: Vorgehen bei Verdachtsfällen

Auf dieser Seite finden Praxen Informationen zu folgenden Themen:

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Vorgehensweise bei Verdachtsfällen: Test und Diagnostik

Grundsätzlich gilt, dass jede Praxis eine Testung analog zur Influenza-Diagnostik durchführen kann. Patienten sind in der Regel am Besten in der Arztpraxis aufgehoben, die mit ihren Beschwerden und Vorerkrankungen aus der laufenden Behandlung vertraut sind. Daher wird empfohlen, spezielle Sprechzeiten für Infektpatienten zu organisieren. Patienten sollten zu Randzeiten in die Praxis bestellt werden. Die COVID-19-Praxen stehen lediglich ergänzend zur Verfügung.

Zur Schutzasrüstung: Das RKI empfiehlt das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) je nach Art und Umfang der Exposition. Aus Sicht der KV Berlin liegt es im Ermessen der Praxis, mit welcher Schutzausrüstung das Personal diesen Patienten begegnet (FFP2 oder Mund-Nase-Schutz). Bei Maßnahmen, die eine Freisetzung von Tröpfchen beziehungsweise Aerosolen produzieren, ist ein adäquater Atemschutz (FFP2) erforderlich.

Folgende Personen mit Übernahme der Kosten auf Sars-Cov-2 getestet werden:

  • Symptomatische GKV-Versicherte (Kurative Behandlung)
  • GKV-Versicherte Corona-Warn-App "erhöhtes Risiko"
  • Asymptomatische Personen, nach Einreise in die Bundesrepublik Deutschland (Reiserückkehrer)Rechtsverordnung (RVO)

Alle weiteren Informationen zur Veranlassung der Testung, der Vergütung und der Laborleistung ist dieser Übersicht (PDF, 535 KB [1 Seite]) zu übernehmen.

Hinweis zur Testung von Personen, die mit Symptomen in die Praxis kommen: Eine Testung sollte somit bei jedem Patienten mit akuten Krankheitssymptomen wie Geruchs- oder Geschmacksstörungen, Temperaturerhöhung, Husten oder Halsschmerzen erfolgen. Die Kassen übernehmen die Kosten, wenn der Arzt den Test für medizinisch notwendig erachtet. Das RKI differenziert drei Testkriterien:

  1. Akute respiratorische Symptome jeder Schwere und/ oder Verlust von Geruchs-/ Geschmackssinn
  2. Kontakt zu bestätigtem COVID-19 Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn UND jegliche mit COVID-19 vereinbare Symptome
  3. Klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie UND Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in Pflegeeinrichtung/ Krankenhaus

Bei Patienten gemäß 1. muss der Verdacht nicht an das Gesundheitsamt gemeldet werden. Patienten, auf die die anderen Kriterien zutreffen müssen als Verdacht an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden.

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Meldung von Verdachtsfällen sowie bestätigten Infektionen

  • Bei Verdacht und bestätigtem Fall unbedingt an die Meldepflicht denken: Danach muss eine namentliche Nennung über die Veranlassung der Diagnostik sowie das Untersuchungsergebnis (positiv/negativ) an das Gesundheitsamt erfolgen.
  • Keine Meldung des Verdachts erfolgt bei Fällen unter differenzialdiagnostischer Abklärung.

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COVID-19-Praxen

Wenn eine Testung in einer Praxis nicht möglich ist, können die Patienten an andere Stellen verwiesen werden:

Hausärztliche Praxen in Berlin haben sich bereit erklärt, Patienten mit Verdacht auf COVID-19 zu behandeln, die sich aus verschiedenen Gründen nicht an den eigenen Hausarzt wenden können. Alle COVID-19-Praxen haben die nötigen Schutzmaßnahmen getroffen und es ist sichergestellt, dass diese Patienten getrennt von nicht coronainfizierten Patienten behandelt werden. Weitere Informationen

Abklärungsstellen an Berliner Krankenhäusern

Patienten, die nach RKI-Kriterien getestet werden sollten, können von Praxen auch an sechs Berliner Abklärungsstellen verwiesen werden. Der dort diensthabende Arzt entscheidet, ob auf eine Corona-Infektion getestet wird. Übersicht der Standorte auf www.berlin.de

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Corona-Teststrategie des Berliner Senats

Kita-Beschäftigte ohne Symptome können sich auf eine Infektion mit dem Coronavirus an drei weiteren Teststellen testen lassen. Diese befinden sich in den Vivantes-Kliniken Berlin-Prenzlauer Berg, Tempelhof-Schöneberg und Spandau. Die Tests sind freiwillig und kostenlos. Seit letzter Woche war eine Testung bereits in der Teststelle der Charité auf dem Campus Virchow-Klinikum möglich. Bereits im Juni wurde die Teststrategie des Berliner Senats gestartet. Ab Mitte Juli sollen auch Lehrkräfte das Angebot nutzen können. Das Netz an Teststellen soll weiter wachsen.

Ende Juni ist zudem die neue SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung des Senats in Kraft getreten. Diese gibt unter anderem vor, dass Personen, die aus dem Ausland nach Berlin einreisen und sich innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, verpflichtet sind, sich direkt nach der Einreise nach Hause zu begeben und 14 Tage dort aufzuhalten. Zusätzlich muss das zuständige Gesundheitsamt kontaktiert und darüber in Kenntnis gesetzt werden. Für die Zeit der Absonderung unterliegen die Personen der Beobachtung durch das Gesundheitsamt.

Seit dem 24. Juli 2020 regelt eine Vereinbarung zwischen der KV Berlin und der Senatsverwaltung, dass symptomfreie Reiserückkehrer aus Risikogebieten in Berliner Arztpraxen kostenfrei auf SARS-CoV-2 getestet werden können. Weitere Informationen.

(Quelle: KV Berlin)

Weitere Informationen

Infoseite RKI

Verdachtsabklärung 2019-nCoV:
Orientierungshilfe des RKI für Ärzte
(PDF, 59 KB [1 Seite])

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Infoseite KBV

Praxisinformationen der KBV:
Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion? So können Sie in der Praxis vorgehen.
(PDF, 388 KB [1 Seite])

Hinweise und Erläuterungen zur AU-Bescheinigung
(PDF, 374 KB [2 Seiten])

Coronavirus - In welchen Fällen das Einlesen der eGK entfällt
(PDF, 394 KB [2 Seiten])

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Handlungsempfehlungen der KV Berlin für den Praxisbetrieb
(PDF, 103 KB [2 Seiten])

Patienteninformationen

Aushang für die Praxis
(PDF, 335 KB [1 Seite])
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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)

Plakat: Die 10 wichtigsten Hygienetipps
(PDF, 138 KB [1 Seite])

Broschüre: Infektionen vorbeugen - Hygiene schützt
(PDF, 312 KB [8 Seiten])
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Infoseite BMG

Infoseite 116117.de
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