Neuartiges Coronavirus: Befristete Regelungen zur Erleichterung des Praxisbetriebs

Auf dieser Seite finden Praxen Informationen zu folgenden Themen:

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Achtung: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat viele Sonderregelungen bis zum 30. September verlängert. Sonderfall Verordnung: Hier laufen die meisten Sonderregelungen zum 1. Juli aus. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) stellt eine Übersicht bereit, welche Regelungen vorerst weiterhin gelten und welche zum 1. Juli entfallen.

Regelungen zu Verordnungen

Welche Sonderregelungen zur Verordnung enden und welche weiter gelten

Zum 1. Juli laufen fast alle Sonderregelungen, die seit dem 9. März galten, zur Verordnung von Leistungen wie Heil- und Hilfsmitteln, häuslicher Krankenpflege oder der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung aus.
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Vorabgenehmigungsverfahren für den apothekenpflichtigen SSB gilt wieder ab 15. Juni 2020

Die Aussetzung des Vorabgenehmigungsverfahrens für den apothekenpflichtigen Sprechstundenbedarf (SSB) vom 23. März bis 14. Juni 2020 wird durch die Berliner Krankenkassenverbände nicht verlängert. Grund für die Krankenkassen ist, dass die immer weiter greifenden Lockerungen der bisherigen, pandemiebedingten Einschränkungen dies nicht mehr rechtfertigen würden. Somit müssen ab dem 15. Juni 2020 wieder alle Anforderungsscheine zum apothekenpflichtigen Sprechstundenbedarf zur AOK Nordost zur Vorabgenehmigung geschickt werden.

Kassen einigen sich auf Vorgehen bei Verordnung von Hilfsmitteln

Der GKV-Spitzenverband hat Empfehlungen an seine Mitgliedskassen zur Verordnung von Hilfsmitteln veröffentlicht. Die Krankenkassenvertretungen werden die abgestimmten Empfehlungen verbindlich bis zum 30. Juni 2020 anwenden.
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SARS-CoV2-Arzneimittelversorgungsverordnung in Kraft

Erweiterte Austauschmöglichkeiten von Arzneimitteln für Apotheker sowie Erleichterungen in der Substitutionstherapie – das regelt die SARS-CoV2-Arzneimittelversorgungsverordnung, die am 22. April in Kraft getreten ist.
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Hydroxychloroquin nur in den zugelassenen Indikationen verordnen

Bei der Versorgung mit Hydroxychloroquin zeichnen sich Lieferengpässe ab. Um die Versorgung von chronisch kranken Patientinnen und Patienten nicht zu gefährden, dürfen Hydroxychloroquin-haltige Arzneimittel ambulant ab sofort nur noch unter Angabe einer zugelassenen Indikation verordnet werden.
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Heilmitteltherapie kann für längere Zeit unterbrochen werden

Heilmitteltherapien können vorerst für einen längeren Zeitraum unterbrochen werden. Auch die Maximalfrist zwischen Verordnungsdatum und Therapiebeginn wird aufgehoben. In beiden Fällen behalten ärztliche Verordnungen ihre Gültigkeit.
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Regelungen zur Videosprechstunde

Substitution: Therapiegespräche befristet per Telefon und Video möglich

Aufgrund der Corona-Pandemie können befristet bis zum 30. Juni auch therapeutische Gespräche zur Substitutionsbehandlung per Telefon oder Videosprechstunde geführt werden.
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Versorgung von Patienten ohne das Einlesen der eGK

Derzeit gibt es viele Möglichkeiten Patienten zu versorgen, ohne dass sie in die Praxis kommen müssen. KBV und GKV-Spitzenverband haben vereinbart, in welchen Fällen das Einlesen der Versichertenkarte entfallen kann.
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Schmerztherapeutische Beratung ebenfalls per Videosprechstunde möglich

Seit dem 1. April kann auch die Beratung und Erörterung und/oder Abklärung im Rahmen der Schmerztherapie gemäß der GOP 30708 als Videosprechstunde durchgeführt und abgerechnet werden.
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In Ausnahmefällen: Psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen per Video

Um die psychotherapeutische Versorgung während der Corona-Pandemie zu erleichtern, gelten bis zum 30. Juni 2020 Sonderregelungen: Psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen dürfen in Ausnahmefällen per Video abgehalten werden, Gruppentherapien lassen sich unbürokratisch in Einzeltherapien umwandeln.
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Videosprechstunden unbegrenzt möglich

Aufgrund der weiteren Ausbreitung des Coronavirus wurde die Begrenzungsregelungen für die Videosprechstunde vorrübergehend aufgehoben. Für die Abrechnung von Videosprechstunden müssen Ärzte und Psychotherapeuten ihrer Anzeigepflicht gegenüber der KV Berlin nachkommen.
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Regelungen zu telefonisch erbrachten Leistungen

Telefonische Beratung auch in der ASV

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, dass während der Corona-Pandemie auch in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) die telefonische Beratung von Patientinnen und Patienten möglich ist. Der Behandlungsumfang in den Appendizes aller bereits in Kraft getretenen erkrankungsspezifischen Anlagen der ASV-Richtlinie wurden um die Gebührenordnungspositionen 01433 und 01434 (je nach Fachgruppe) ergänzt. Die Regelung tritt rückwirkend zum 1. April 2020 in Kraft und gilt befristet bis zum 30. Juni 2020.

Telefonkonsultationen im 2. Quartal 2020 für alle Arztgruppen möglich

Der Bewertungsausschuss schafft rückwirkend ab dem 1. April und befristet bis zum 30. Juni 2020 bundeseinheitliche Abrechnungsmöglichkeiten für die telefonische Betreuung und Beratung von Patienten per Telefon. Dazu wurden zwei neue Zuschlags-GOP in den EBM aufgenommen (01433 und 01434).
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Versorgung von Patienten ohne das Einlesen der eGK

Derzeit gibt es viele Möglichkeiten Patienten zu versorgen, ohne dass sie in die Praxis kommen müssen. KBV und GKV-Spitzenverband haben vereinbart, in welchen Fällen das Einlesen der Versichertenkarte entfallen kann.
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Regelungen zur Qualitätssicherung

Fortbildungspunktzahl bis 30. September 2020 abgesenkt

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat vorübergehend beschlossen, die für den Nachweis der Fortbildungsverpflichtung erforderliche Punktzahl von 250 auf 200 Punkte abzusenken.
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Nachweispflicht für Fortbildung verlängert

Die Frist für den Nachweis der fachlichen Fortbildung wird für Ärzte und Psychotherapeuten um ein Quartal verlängert.
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Notfallregelungen für Dialyse-Versorgung festgelegt

Für Dialyse-Einrichtungen wurden Vorgaben gelockert, sodass sie zum Beispiel bei krankheitsbedingten Ausfällen des Personals oder Quarantäne flexibel handeln können. Ziel ist es, die Versorgung von Dialyse-Patienten nicht zu gefährden.
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Aussetzungen von QS-Anforderungen bei sQS und DMP

Aufgrund des aktuell eingeschränkten Praxis- und Krankenhausbetriebes wurden vorübergehende Ausnahmeregelung für einzelne Verfahren der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) beschlossen. Zudem treten Ausnahmen für Schulungen und Dokumentationen in den Disease-Management-Programmen (DMP) in Kraft.
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Vorübergehend kein Mammographie-Screening

Update 28.04.2020: Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgesetzte Frist für die Aussetzung des Einladungswesens wird nicht verlängert. Ab dem 4. Mai werden für das Mammographie-Screening wieder Einladungen verschickt. Somit können in den Screening-Einheiten demnächst wieder Mammographie-Aufnahmen – unter Einhaltung der Infektionsschutzregeln – erstellt werden. Auch ausgefallene Früherkennungsuntersuchungen können dann nachgeholt werden. Achtung: Mit der Wiederaufnahme des Einladungswesens entfällt die in Artikel 1 Absatz 3 der Übergangsvereinbarung genannte Möglichkeit, den Versorgungsauftrag im Rahmen des Mammographie-Screening-Programms teilweise befristet auszusetzen.

In Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium hat der Gemeinsame Bundesausschuss das Einladungswesen Mammographie-Screening vorerst ausgesetzt. Damit soll das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus minimiert werden.
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Sonstige Regelungen

Neu: Früherkennungsuntersuchungen für Kinder und Jugendliche: U10, U11, J2 können bis 30. September nachgeholt werden

Die Verträge nach § 73c SGB V über die Durchführung zusätzlicher Früherkennungsuntersuchungen (U10, U11, J2) im Rahmen der Kinder- und Jugendmedizin wurden von den Vertragspartnern Kassenärztliche Bundesvereinigung, bvkj. Service GmbH, Knappschaft und Techniker Krankenkasse (TK) rückwirkend zum 1. April 2020 angepasst: So können U10, U11 und J2 Untersuchungen, die im Zeitraum vom 1. April 2020 bis zum 30. Juni 2020 nicht erfolgen können, ausnahmsweise bis zum 30. September 2020 nachgeholt werden. Eine Abrechnung ist trotz der Überschreitung der Toleranzgrenzen möglich.
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Untersuchungszeiträume ab U6 ausgesetzt

Die festen Untersuchungszeiträume für die U6, U7, U7a, U8 und U9 sind bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Ärzte können diese Untersuchungen auch abrechnen, wenn die Zeiträume und Toleranzgrenzen überschritten sind.
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(Quelle: KV Berlin)

Weitere Informationen

Praxisinformationen der KBV:
Kurzüberblick Sonderregelungen
(PDF, 441 KB [10 Seiten])

Hinweise und Erläuterungen zur AU-Bescheinigung
(PDF, 374 KB [2 Seiten])

Coronavirus - In welchen Fällen das Einlesen der eGK entfällt
(PDF, 394 KB [2 Seiten])

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Handlungsempfehlungen der KV Berlin für den Praxisbetrieb
(PDF, 103 KB [2 Seiten])
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