Neuartiges Coronavirus: Befristete Regelungen zur Erleichterung des Praxisbetriebs

Auf dieser Seite finden Praxen Informationen zu folgenden Themen:

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Regelungen zu Verordnungen

Kassen einigen sich auf Vorgehen bei Verordnung von Hilfsmitteln

Der GKV-Spitzenverband hat Empfehlungen an seine Mitgliedskassen zur Verordnung von Hilfsmitteln veröffentlicht. Die Krankenkassenvertretungen werden die abgestimmten Empfehlungen verbindlich bis zum 30. Juni 2020 anwenden.
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SARS-CoV2-Arzneimittelversorgungsverordnung in Kraft

Erweiterte Austauschmöglichkeiten von Arzneimitteln für Apotheker sowie Erleichterungen in der Substitutionstherapie – das regelt die SARS-CoV2-Arzneimittelversorgungsverordnung, die am 22. April in Kraft getreten ist.
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Hydroxychloroquin nur in den zugelassenen Indikationen verordnen

Bei der Versorgung mit Hydroxychloroquin zeichnen sich Lieferengpässe ab. Um die Versorgung von chronisch kranken Patientinnen und Patienten nicht zu gefährden, dürfen Hydroxychloroquin-haltige Arzneimittel ambulant ab sofort nur noch unter Angabe einer zugelassenen Indikation verordnet werden.
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Letzter Aufruf: Jetzt die saisonalen Grippeimpfstoffe für die Saison 2020/2021 bestellen

Die bisher bestellten Mengen an Grippeimpfstoffen bleiben nach Einschätzung des Berliner Apothekervereins hinter dem für die Saison 2020/2021 zu erwartenden Bedarf zurück, insbesondere auch im Hinblick auf den möglichen Mehrbedarf wegen der Corona-Pandemie. Da der Produktionsbeginn unmittelbar bevorsteht, können Praxen noch im April den Impfstoff bestellen, falls das bisher nicht oder nicht ausreichend erfolgt ist.
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Für Verordnungen gelten befristet weitere Sonderregelungen

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat rückwirkend zum 9. März Beschlüsse zu weiteren Verordnungsthemen gefasst. Diese betreffen unter anderem Folgeverordnungen, die Verlängerung und Aussetzung verschiedener Fristen und das Entlassmanagement. Die Reglungen sind bis zum 31. Mai 2020 befristet.
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Verordnungen ohne Patientenkontakt: Postalischer Versand möglich

Der Bedarf an nicht persönlichen Arzt-Patienten-Kontakten ist aufgrund der derzeitigen außergewöhnlichen Situation stark gestiegen. Dies wirkt sich insbesondere auf das Ausstellen von Verordnungen aus. Wenn aktuell kein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt erfolgen soll, kann unter bestimmten Voraussetzungen auch ein postalischer Versand der Verordnung erfolgen.
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Pneumokokken-Impfung: Handlungsempfehlung der STIKO und Bezugswege

Im Zuge der aktuellen Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Pneumokokken-Impfstoff stark gestiegen. Laut aktueller Lieferengpassliste des Paul-Ehrlich-Instituts ist der Pneumokokken-Polysaccharid-Impfstoff Pneumovax voraussichtlich sowohl in der 1er- als auch in der 10er-Abpackung erst Anfang Mai wieder lieferfähig. Der Konjugatimpfstoff Prevenar ist laut dieser Liste nur begrenzt verfügbar.
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Heilmitteltherapie kann für längere Zeit unterbrochen werden

Heilmitteltherapien können vorerst für einen längeren Zeitraum unterbrochen werden. Auch die Maximalfrist zwischen Verordnungsdatum und Therapiebeginn wird aufgehoben. In beiden Fällen behalten ärztliche Verordnungen ihre Gültigkeit.
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Vorübergehend keine Vorabgenehmigung im apothekenpflichtigen Sprechstundenbedarf

Das Vorabgenehmigungsverfahren für den apothekenpflichtigen Sprechstundenbedarf (SSB) wird vom 23. März bis zum 14. Juni 2020 ausgesetzt. Hintergrund sind die außergewöhnlichen Belastungen im vertragsärztlichen Arbeitsalltag, verursacht durch die Corona-Epidemie.
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Regelungen zur Videosprechstunde

Substitution: Therapiegespräche befristet per Telefon und Video möglich

Aufgrund der Corona-Pandemie können befristet bis zum 30. Juni auch therapeutische Gespräche zur Substitutionsbehandlung per Telefon oder Videosprechstunde geführt werden.
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Versorgung von Patienten ohne das Einlesen der eGK

Derzeit gibt es viele Möglichkeiten Patienten zu versorgen, ohne dass sie in die Praxis kommen müssen. KBV und GKV-Spitzenverband haben vereinbart, in welchen Fällen das Einlesen der Versichertenkarte entfallen kann.
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Schmerztherapeutische Beratung ebenfalls per Videosprechstunde möglich

Seit dem 1. April kann auch die Beratung und Erörterung und/oder Abklärung im Rahmen der Schmerztherapie gemäß der GOP 30708 als Videosprechstunde durchgeführt und abgerechnet werden.
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In Ausnahmefällen: Psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen per Video

Um die psychotherapeutische Versorgung während der Corona-Pandemie zu erleichtern, gelten bis zum 30. Juni 2020 Sonderregelungen: Psychotherapeutische Sprechstunden und probatorische Sitzungen dürfen in Ausnahmefällen per Video abgehalten werden, Gruppentherapien lassen sich unbürokratisch in Einzeltherapien umwandeln.
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Videosprechstunden unbegrenzt möglich

Aufgrund der weiteren Ausbreitung des Coronavirus wurde die Begrenzungsregelungen für die Videosprechstunde vorrübergehend aufgehoben. Für die Abrechnung von Videosprechstunden müssen Ärzte und Psychotherapeuten ihrer Anzeigepflicht gegenüber der KV Berlin nachkommen.
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Regelungen zu telefonisch erbrachten Leistungen

Telefonkonsultationen im 2. Quartal 2020 für alle Arztgruppen möglich

Der Bewertungsausschuss schafft rückwirkend ab dem 1. April und befristet bis zum 30. Juni 2020 bundeseinheitliche Abrechnungsmöglichkeiten für die telefonische Betreuung und Beratung von Patienten per Telefon. Dazu wurden zwei neue Zuschlags-GOP in den EBM aufgenommen (01433 und 01434).
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Versorgung von Patienten ohne das Einlesen der eGK

Derzeit gibt es viele Möglichkeiten Patienten zu versorgen, ohne dass sie in die Praxis kommen müssen. KBV und GKV-Spitzenverband haben vereinbart, in welchen Fällen das Einlesen der Versichertenkarte entfallen kann.
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Telefonische Ausstellung von AU-Bescheinigungen bis zu 14 Tage

Ab sofort können Patienten nach telefonischer Konstellation bis zu 14 Tage lang krankgeschrieben werden – KBV und Krankenkassen haben sich auf eine Ausweitung der bestehenden Regelung geeinigt. Voraussetzung für die Ausstellung einer solchen AU-Bescheinigung ist, dass es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt. Auch für Patienten bei denen ein Infektionsverdacht mit dem Coronavirus besteht, ist die Ausstellung möglich. Wichtig: Bei der telefonischen Krankschreibung müssen Ärzte den Patienten darauf hinweisen, dass er bei Verschlechterung der Symptome – nach telefonischer Anmeldung – einen Arzt aufsucht. Sollte der Patient außerdem gemäß Vorgaben des RKI auf eine Infektion getestet werden, informiert der Arzt, wo ein solcher Test erfolgen kann. Die KV Berlin empfiehlt dieses Vorgehen nur bei Patienten, die in der Praxis bekannt sind. Sollte es nicht möglich sein, dass ein gesunder Angehöriger die EGK zum Einlesen in die Praxis bringt, sollte das Ersatzverfahren angewendet werden. Bitte beachten: KBV und GKV-Spitzenverband haben sich auf die telefonische Ausstellung von AU-Bescheinigungen geeinigt. Die Vereinbarung gilt zunächst befristet bis zum 23. Juni 2020. Für Patienten in Quarantäne, die eine AU-Bescheinigung benötigen, sind zusätzlich die Informationen aus der PID-Sonderausgabe vom 13. März 2020 zu beachten.

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Regelungen zur Qualitätssicherung

Nachweispflicht für Fortbildung verlängert

Die Frist für den Nachweis der fachlichen Fortbildung wird für Ärzte und Psychotherapeuten um ein Quartal verlängert.
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Aussetzungen von QS-Anforderungen bei sQS und DMP

Aufgrund des aktuell eingeschränkten Praxis- und Krankenhausbetriebes wurden vorübergehende Ausnahmeregelung für einzelne Verfahren der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) beschlossen. Zudem treten Ausnahmen für Schulungen und Dokumentationen in den Disease-Management-Programmen (DMP) in Kraft.
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Vorübergehend kein Mammographie-Screening

Update 28.04.2020: Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgesetzte Frist für die Aussetzung des Einladungswesens wird nicht verlängert. Ab dem 4. Mai werden für das Mammographie-Screening wieder Einladungen verschickt. Somit können in den Screening-Einheiten demnächst wieder Mammographie-Aufnahmen – unter Einhaltung der Infektionsschutzregeln – erstellt werden. Auch ausgefallene Früherkennungsuntersuchungen können dann nachgeholt werden. Achtung: Mit der Wiederaufnahme des Einladungswesens entfällt die in Artikel 1 Absatz 3 der Übergangsvereinbarung genannte Möglichkeit, den Versorgungsauftrag im Rahmen des Mammographie-Screening-Programms teilweise befristet auszusetzen.

In Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium hat der Gemeinsame Bundesausschuss das Einladungswesen Mammographie-Screening vorerst ausgesetzt. Damit soll das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus minimiert werden.
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Sonstige Regelungen

Corona-Pandemie: Untersuchungszeiträume ab U6 ausgesetzt

Die festen Untersuchungszeiträume für die U6, U7, U7a, U8 und U9 sind bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Ärzte können diese Untersuchungen auch abrechnen, wenn die Zeiträume und Toleranzgrenzen überschritten sind.
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(Quelle: KV Berlin)

Weitere Informationen

Praxisinformationen der KBV:
Hinweise und Erläuterungen zur AU-Bescheinigung
(PDF, 374 KB [2 Seiten])

Coronavirus - In welchen Fällen das Einlesen der eGK entfällt
(PDF, 394 KB [2 Seiten])

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Handlungsempfehlungen der KV Berlin für den Praxisbetrieb
(PDF, 103 KB [2 Seiten])
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