Auf einen Blick: Was ist neu ab dem 1. Oktober 2019?

Auf dieser Seite stellen wir quartalsweise eine Auswahl wesentlicher Änderungen von Gesetzen, Regelungen und Verfahrensweisen zu- sammen, die für die Tätigkeit niedergelassener Ärzte und Psychothe- rapeuten von Bedeutung sein können. Zu jedem Thema finden sich eine kurze Erläuterung und eine Sammlung von Verknüpfungen (Links) zu weiterführenden und/oder ergänzenden Seiten des Internetauftritts der KV Berlin.

Formulare / Muster

Überweisungen: Klarstellung zur quartalsübergreifenden Gültigkeit

Die Vordruckerläuterungen zum Überweisungsschein (Muster 6) sind grundlegend überarbeitet worden, sie treten zum 1. Oktober in Kraft. Bestandteil der Überarbeitung ist auch die Gültigkeit der Überweisung im Falle einer quartalsübergreifenden Behandlung.

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Geschlechtsangaben auf Formularen ab Oktober nach Personenstandsgesetz

Zukünftig wird es auf vier Formularen ein Textfeld zum Eintragen der Geschlechtsformen geben, an Stelle der bisherigen Ankreuzfelder „männlich“ und „weiblich“. Alte Formulare dürfen aufgebraucht werden, allerdings müssen auch auf diesen die mit dem Personenstandsgesetz eingeführten Geschlechtsbestimmungen „divers“ und „unbestimmt“ vermerkt werden.

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Abrechnung / Honorar


Neue Regelungen zur Videosprechstunde

Neue EBM-Leistungen: Morbus Pompe sowie Marker für Präeklampsie und Ovarialkarzinom

Ab dem 1. Oktober wird die medikamentöse Behandlung mit Alglucosidase alfa bei Morbus Pompe vergütet. Außerdem können zwei neue Marker für Präeklampsie und ein weiterer Tumormarker für das Ovarialkarzinom über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden.

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Honorarerhöhung um 3 Prozent in der gesetzlichen Unfallversicherung

Ärztinnen und Ärzte, die für die gesetzliche Unfallversicherung tätig sind, können für Behandlungen seit dem 1. Oktober höhere Gebühren ansetzen. Eine weitere Erhöhung der UV-GOÄ ist zum Oktober 2020 geplant.

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Abrechnung der Soziotherapie-Verordnung durch mehr Fachgruppen möglich

Der Bewertungsausschuss hat zum 1. Oktober die Präambel des EBM-Kapitels 23 („Psychotherapeutische Versorgung“) angepasst, sodass jetzt auch bestimmte ärztliche Psychotherapeuten eine Soziotherapie verordnen und diese über den EBM abrechnen können.

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Leicht höhere Vergütung für die Mammographie im Screening-Programm

Die Röntgenuntersuchung beider Mammae in zwei Ebenen wird seit dem 1. Oktober mit 558 Punkten (60,39 Euro) bewertet. Die leichte Erhöhung der Gebührenordnungsposition (GOP) 01750 resultiert aus einer Evaluation des Bewertungsausschusses zum Aufklärungsgespräch.

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Neue EBM-Leistung seit 1. Oktober: Optische Kohärenztomographie (OCT)

Das bildgebende Verfahren zur Diagnostik und Therapiesteuerung bei Netzhauterkrankungen ist seit Monatsbeginn eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Vergütung der vier neuen GOP zu jeweils 43,18 Euro erfolgt zunächst für zwei Jahre extrabudgetär.

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Qualität

 

Terminservicestelle

 

Verordnung

 

Verträge


Vertrag über die besondere Versorgung von schwangeren Frauen zur Vermeidung von Frühgeburten für AOK Versicherte „Baby on time“ gemäß §140a SGB V zwischen der AOK Nordost und der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin

vom Oktober 2019

Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin und die AOK Nordost haben sich auf einen Vertrag über die besondere Versorgung von schwangeren Frauen zur Vermeidung von Frühgeburten geeinigt. Dieser Vertrag tritt am 01.10.2019 in Kraft.

Teilnahmeberechtigt sind zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassene

  • Fachärzte und Fachärztinnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie
  • Fachärzte und Fachärztinnen für Allgemeinmedizin, Praktische Ärzte ohne Gebietsbezeichnung, Fachärzte und Fachärztinnen für Innere Medizin, welche folgende Voraussetzungen erfüllen:
    a) Anerkennung als Diabetologe DDG oder
    b) Subspezialisierung Diabetologie oder
    c) Zusatzbezeichnung Diabetologie.
    Zusätzlich sind organisatorische Voraussetzungen zum Personal durch den Diabetologen vorzuhalten:
    a) mindestens einen Diabetesassistenten DDG oder
    b) einen Diabetesberater DDG in Vollzeit bzw. in entsprechenden Teilzeitstellen angestellt.

Die Teilnahme des Arztes an dieser Vereinbarung ist freiwillig und schriftlich gegenüber der KV Berlin zu erklären. Die entsprechende Teilnahmeerklärung (Anlage 09 zum Vertrag) steht Ihnen passwortgeschützt, welches der betreffenden Ärzteschaft via Rundschreiben zugesendet wurde, auf der Website der KV Berlin zum Download bereit. Die Teilnahme beginnt mit dem Datum des Genehmigungsbescheides. Zudem erhalten Sie von der AOK Nordost ein Starter-Paket für die Umsetzung des Vertrages.

Die Finanzierung der Leistungen erfolgt durch die AOK Nordost außerhalb mengenbegrenzender Regelungen und außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung.

Der vollständige Vertragstext sowie die dazugehörigen Anlagen finden Sie hier.

Bitte beachten Sie, dass dieser Vertrag inkl. Anlagen in einem passwortgeschützten Modus veröffentlicht ist.

3. Änderungsvereinbarung zur Anlage 1 zum Strukturvertrag gemäß
§ 73a SGB V zur Weiterentwicklung der Strukturen zur frühzeitigen Behandlung von Krankheiten ("Frühbehandlungsstrukturvertrag")


Vertrag über die Maßnahme zur Darmkrebsfrüherkennung zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin und der AOK Nordost

Auf Grundlage der Änderung der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesauschusses für organisierte Krebsfrüherkennungs-
programme (oKFE-RL) vom 22. November 2018 wird der Vertrag über Maßnahmen zur Darmkrebsfrüherkennung wie folgt zum 01.10.2019 aktualisiert:

Neu Alt
Ab 40 Jahren Beratung beim Arzt über Ziel und Zweck des Darmkrebsfrüherkennungsprogramms

jährlich: Test auf okkultes Blut im Stuhl
Ab 40 Jahren Beratung beim Arzt über Ziel und Zweck des Darmkrebsfrüherkennungsprogramms

jährlich: Test auf okkukltes Blut im Stuhl
Ab 45 Jahren Koloskopie, nach zehn Jahren: zweite Darmspiegelung

oder alle zwei Jahre: Test auf okkultes Blut im Stuhl
Ab 45 Jahren zweite Beratung über Ziel und Zweck des Darmkrebsfrüherkennungsprogramms

Koloskopie, nach zehn Jahren: zweite Darmspiegelung

oder alle zwei Jahre: Test auf okkultes Blut im Stuhl

Bitte beachten Sie, dass die Abrechnung über eine zweite Beratung (SNR 99740 sowie 99740M) über Ziel und Zweck des Darmkrebsfrüherkennungsprogrammes nur noch im 10-Jahres-Intervall möglich ist.

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7. Änderungsvereinbarung zum Rahmenvertrag über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung gemäß § 132 d SGB V in Berlin i. d. F. vom 16. September 2013 zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin, dem Home Care Berlin e. V., dem Berliner Aktionsbündnis ambulante Palliativpflege e.V., der der AOK Nordost - Die Gesundheitskasse, den Ersatzkassen, dem BKK Landesverband Mitte der BIG direkt gesund, der IKK Brandenburg und Berlin, der KNAPPSCHAFT - Regionaldirektion Berlin, Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau

vom 30.09.2019

Die bisherige Anlage 2a – Vergütung spezialisierter Palliativärzte – wird durch die neue Anlage 2a mit Wirkung ab 01.10.2019 bis mindestens zum 30.09.2022 ersetzt.


Leistung SNR Seit 01.10.2016 Ab 01.10.2019
2. Koordination 99063 86,00 EUR 90,00 EUR
3. additiv unterstützende Teilversorgung 99064 105,00 EUR einmal in
7 Kalendertagen
110,00 EUR einmal in
7 Kalendertagen
4. vollständige Versorgung 99065 72,00 EUR je Hausbesuch einmal am Tag 75,00 EUR je Hausbesuch einmal am Tag
5. Hospizwochen-Pauschale 99066 130,00 EUR einmal in
7 Kalendertagen
135,00 EUR einmal in
7 Kalendertagen

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IT / Praxisverwaltungssoftware

TI: Aufrüstung und Erstattung für Notfalldatenmanagement und eMedikationsplan

Für weitere Anwendungen der Telematikinfrastruktur (TI) müssen Praxen neben Konnektor und Kartenterminal am Empfang bald auch im Behandlungszimmer neue Geräte vorhalten. Ab Oktober werden diese Anschaffungskosten pauschal erstattet.

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Die Seite befindet sich im Aufbau und wird fortlaufend aktualisiert.

(Quelle: KV Berlin)

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