Abrechnung von Laborleistungen

Laborreform Laborleistungen können nur dann abgerechnet werden, wenn sie entsprechend der Richtlinien der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung bei laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen durchgeführt werden.

Mehr Informationen:
Richtlinie der Bundesärztekammer
Überblick QS-Leistungen > Labor 32.3 EBM

Der EBM definiert folgende abrechnungsfähige Leistungen:

  • Laboratoriumsmedizinische Pauschalen (Kap. 12 / Grundpauschalen)
  • Grundleistungen (Kap. 32.1)
  • Allgemeine Laboratoriumsuntersuchungen (Kap. 32.2.)
  • Spezielle Laboratoriumsuntersuchungen, molekulargenetische und molekularpathologische Untersuchungen (Kap. 32.3)

 

Hinweise zur Verwendung des Musters 10A:

  • Das Muster 10 A für Laboruntersuchungen müssen Sie nur dann verwenden, wenn Sie die Untersuchung von einer Laborgemeinschaft durchführen lassen, in der Ihre Praxis selbst Mitglied ist.
  • Die aus einer Laborgemeinschaft bezogenen Leistungen werden über die Laborgemeinschaft direkt mit der KV Berlin abgerechnet. Die unmittelbare Abrechnung durch den veranlassenden Arzt ist in diesem Fall nicht mehr möglich.
  • Ist ihre Praxis nicht selbst Mitglied in der Laborgemeinschaft und/oder Sie beauftragen ein Labor mit der Untersuchung (Auftragsleistung), dann verwenden Sie das Muster 10.


2012 hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) verbindliche Vorgaben zur Vergütung laboratoriumsmedizinischer Leistungen gemacht. Diese Vorgaben dienen der bundesweiten Vereinheitlichung der Vergütung dieser Leistungen und sollen dauerhaft eine Mengenausweitung des Laborbereichs zulasten anderer Leistungen aus der Morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (M-GV) verhindern. Seit dem 3. Quartal 2012 kommen sie im Bereich der KV Berlin zur Anwendung.

  • Die im EBM ausgewiesenen Konsiliar- und Grundpauschalen für Laboratoriumsmediziner (GOP 12210 und 12220) werden um eine feste Quote von 1,46 angehoben. Das entspricht einer Vergütung zu einem Punktwert von 5,11 Cent.
  • Der Laborwirtschaftlichkeitsbonus (GOP 32001) wird zu 100% der EBM-Preise vergütet. Er wird ab dem 2. Quartal 2013 nicht mehr je Arzt, sondern je Behandlungsfall angesetzt (siehe auch Rundschreiben April 2013 http://www.kvberlin.de/20praxis/80service/80rundschreiben/rs_130412_labor.pdf).
  • Basis-Laborkosten nach den GOP 32025, 32026, 32027, 32035, 32036, 32037, 32038, 32039, 32097 und 32150 (Akutlabor) werden zu 100% des EBM vergütet.
  • Die sonstigen Pauschalen des Allgemeinlabors (Kap. 32.2 EBM) sowie die Pauschalen des Speziallabors (32.3) werden mit einer von der KBV errechneten Laborquote "Q" abgestaffelt vergütet. Die Laborquote "Q" für das 4. Quartal 2012 betrug 0,9536.

Für einige Arztgruppen (Nicht-Laborärzte) wird der Leistungsbedarf der speziellen Laboratoriumsuntersuchungen nach Abschnitt 32.3 EBM zusätzlich fallwertbezogen budgetiert. Die Höhe der Budgets errechnet sich als Produkt des für die Arztgruppe vorgegebenen Referenzfallwertes und der Zahl der Behandlungsfälle des Abrechnungsquartals. Für folgende Arztgruppen wurden Referenzfallwerte je Behandlungsfall festgesetzt, wobei entsprechend eines KV-Vorstandsbeschlusses der berlinspezifische Fallwert den bundeseinheitlichen Referenzfallwert ersetzt:

ArztgruppeKBV-ReferenzfallwertKV Berlin-spezifischer Fallwert

Rheumatologen

40,00 Euro 40,00 Euro
Endokrinologen 40,00 Euro 40,00 Euro
Nuklearmediziner
21,00 Euro

21,00 Euro
Hämatologen
21,00 Euro

21,00 Euro
Dermatologen
4,00 Euro

4,00 Euro
Gynäkologen
4,00 Euro

5,70 Euro
Pneumologen
4,00 Euro

4,00 Euro
Urologen
4,00 Euro

6,60 Euro
Reproduktionsmediziner
n.v.

17,00 Euro

Durch die Anpassungen der Vorgaben der KBV gemäß § 87b Abs. 4 SGB V mit Wirkung ab 1. Oktober 2013 fallen die spezifischen Fallwerte der KV Berlin gemäß Vorstandsbeschluss vom 05.09.2013 ab dem Quartal 1/2014 weg. Stattdessen gelten ausschließlich die KBV-Referenzfallwerte.

In begründeten Einzelfällen kann das Budget auf Antrag erhöht bzw. bedarfsgerecht angepasst werden.


Laborgemeinschaften

Seit dem 4. Quartal 2008 erfolgt die Abrechnung von Laborgemeinschaften direkt mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin. Für eine ordnungsgemäße Durchführung der Abrechnung müssen folgende Hinweise beachtet werden:

  1. Laborgemeinschaften mit Sitz im Bereich der KV Berlin benötigen zur Abrechnung ihrer Leistungen eine eigene Betriebsstättennummer (BSNR), die sie bei der KV beantragen können.
  2. Die Laborgemeinschaften müssen der KV Berlin ein Verzeichnis der Mitglieder der Laborgemeinschaft in elektronischer Form zur Verfügung stellen.
  3. Weiterhin werden schriftliche Vollmachten der Mitglieder der Laborgemeinschaft benötigt, die den Leiter ermächtigen, im Namen der Mitglieder abzurechnen.

Weitere Hinweise zur Vorgehensweise sind in dem Antragsformular enthalten.

Aktuell

Informationen zur Laborrefom ab 1. April 2018

Praxisinformation der KBV: Wirtschaftlichkeitsbonus Labor: So wird er ab 1. April 2018 berechnet
(PDF, 153 KB [8 Seiten])

Anlage zur Praxisinformation der KBV: Wirtschaftlichkeitsbonus: Bewertung GOP 32001 je Fachgruppe
(PDF, 77 KB [1 Seite])

Anlage zur Praxisinformation der KBV: Wirtschaftlichkeitsbonus: Arztgruppenspezifische untere und obere begrenzende Fallwerte in Euro
(PDF, 79 KB [1 Seite])

Anlage zur Praxisinformation der KBV: Wirtschaftlichkeitsbonus: Übersicht der Kennnummern
(PDF, 131 KB [2 Seite])

Praxis-Service

Adressen

Laborgemeinschaften - Übersicht
Stand: 14.06.2018 (PDF, 46 KB [3 Seiten])

Kontakt zum Service-Center

Für Anfragen steht Ärzten und Psychotherapeuten das Service-Center der KV Berlin zur Verfügung:

Tel.: 030 / 31003 - 999
Fax: 030 / 31003 - 900
E-Mail:
service-center@kvberlin.de

Beratungszeiten:
(telefonisch oder persönlich nach Terminvereinbarung)
Mo: 8.30 – 17.00 Uhr
Di:   8.30 – 17.00 Uhr
Mi:  8.30 – 15.00 Uhr
Do:  8.30 – 17.00 Uhr
Fr:   8.30 – 15.00 Uhr
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