Einheitlicher Bewertungsmaßstab EBM

Der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) ist die Gebührenordnung der gesetzlichen Krankenversicherung. Er umfasst fast alle medizinischen Leistungen, die Ärzte und Psychotherapeuten zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnen dürfen. In dem Verzeichnis ist jeder Leistung eine Nummer - die sogenannte Gebührenordnungsposition (GOP) - und ein Preis zugeordnet.

Euro-EBM mit bundesweit gleichen Preisen

Im Januar 2009 wurde ein neuer EBM eingeführt: Die Bewertung, die in der Vergangenheit ausschließlich über Punkte ausgedrückt wurde, erfolgt seitdem in Euro-Beträgen. Die Preise ergeben sich aus der Punktzahl, mit der die jeweilige Leistung bewertet ist, multipliziert mit einem Orientierungspunktwert. Für 2009 hatte der Erweiterte Bewertungsausschuss diesen Orientierungspunktwert mit 3,5001 Cent und für 2010, 2011 und 2012 mit 3,5048 Cent festgelegt, 2013 stieg er auf 3,5363 Cent.

Zum 1. Oktober 2013 wurden der Orientierungswert und der kalkulatorische Punktwert auf 10 Cent angehoben. Im Gegenzug sanken die Punktzahlen je Leistung proportional, sodass die Erhöhung des Punktwerts kostenneutral blieb. Mit diesem Punktwert, der für alle Kassenarten und Fachgruppen bundesweit einheitlich ist, werden fast alle Leistungen vergütet. KBV und GKV-Spitzenverband sind laut Gesetz verpflichtet, jährlich über die Anpassung des Orientierungswertes zu verhandeln.

Für 2017 wurde der Orientierungswert mit 10,5300 Cent festgelegt. Ab 1. Januar 2018 steigt er für alle Leistungen um 1,18 Prozent auf 10,6543 Cent.

Pseudonummern

Neben den bundesweit geltenden EBM-Leistungen gibt es auch Leistungen, die nur regional abgerechnet werden. Für sie wurden aus abrechnungstechnischen Gründen Pseudo- bzw. Sondernummern  (S-NR) entwickelt. Auf diese Weise können Ärzte und Psychotherapeuten bei der Abrechnung besondere Leistungsbereiche kennzeichnen, die über den EBM hinausgehen und für die es eine gesonderte Vergütung gibt.

Pseudonummernverzeichnis (Stand 02.07.2018)
[PDF, 377 KB, 39 Seiten]

Hinweis: Der Stand der Pseudonummernliste ist nicht endgültig. Sie kann bei neuen vertraglichen Regelungen um weitere Nummern ergänzt werden.

(Quelle: KV Berlin)

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